Päpstliche Weihnachtsbotschaft
In seiner traditionellen Weihnachtsbotschaft hat Papst Franziskus dieses Jahr nicht nur der Opfer der zahlreichen weltweiten Kriege, Auseinandersetzungen und Terroranschläge gedacht. Er kritisierte auch, dass viele Völker wegen der „wirtschaftlichen Ambitionen weniger“ unter dem „Götzen Geld“ leiden müssten.
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Er wünsche „Friede den Völkern, die wegen der wirtschaftlichen Ambitionen weniger und wegen der habgierigen Gefräßigkeit des versklavenden Götzen Geld Leid tragen“ und kritisierte mehr als deutlich allzu weltliche Ambitionen. Schon mehrfach stellte sich der Papst gegen übermäßigen Konsum und rief zum Verzicht auf.
Achtung der Menschenrechte in Syrien
In seiner Ansprache machte er auch die unzähligen weltweiten Konflikte und vor allem die Menschen, die darunter leiden müssten, aufmerksam, allen voran in Syrien. „Friede den Männern und Frauen im gemarterten Syrien, wo allzu viel Blut vergossen wurde“, sagte Franziskus einmal mehr. Die Stadt Aleppo sei in den vergangenen Wochen Schauplatz einer der „grauenhaftesten Schlachten“ gewesen. Der erschöpften Zivilbevölkerung müsse Hilfe und Beistand gewährleistet werden, forderte Franziskus.

APA/AP/Alessandra Tarantino
Der Papst spendet seinen traditionellen Segen „urbi et orbi“
Er mahnte außerdem die Achtung der Menschenrechte in Syrien ein. „Es ist Zeit, dass die Waffen endgültig schweigen und die internationale Gemeinschaft sich aktiv dafür einsetzt, dass eine Lösung auf dem Verhandlungsweg gefunden und das zivile Zusammenleben in diesem Land wieder hergestellt wird.“
„Neue Seite der Geschichte“ in Israel gefordert
Mit Blick auf die Ukraine bat der Papst um Versöhnung und Brüderlichkeit für das bürgerkriegsgebeutelte Land. Frieden wünschte der Heilige Vater auch der Zentralafrikanischen Republik, dem Südsudan, Kongo und Libyen.
Er sprach auch vom fortwährenden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Im Heiligen Land müssten Hass und Vergeltung Platz machen für den Willen, gemeinsam eine Zukunft gegenseitigen Verständnisses zu schaffen, sagte er. „Israeliten und Palästinenser mögen den Mut und die Entschlossenheit haben, eine neue Seite der Geschichte zu schreiben.“
Papst erinnert an Kinder im Krieg
„Grausame Terrorakte“ hätten zudem im Herzen vieler Länder und Städte Angst und Tod gesät, so Franziskus weiter. In verschiedenen Regionen Afrikas nutze der Terrorismus auch Kinder aus, „um Schreckenstaten und Morde zu verüben“, kritisierte der Papst. Wie bereits in der Christmette im Petersdom erinnerte Franziskus an die Kinder, „die der Freuden ihrer Kindheit beraubt sind aufgrund von Hunger, von Kriegen und durch den Egoismus der Erwachsenen“.
Jeder sollte sich nicht nur vom „Kind in der Krippe“ rühren lassen, sondern sich auch der Kinder annehmen, die nicht von der Liebe einer Mutter oder eines Vaters umgeben seien. Stattdessen erinnerte er an Kinder, die im Krieg oder auf der Flucht aufwachsen. An diejenigen „im unterirdischen Bunker, um den Bombardierungen zu entkommen, auf dem Gehsteig einer großen Stadt, auf dem Boden eines mit Migranten überladenen Schleppkahns“.
Höhepunkt der christlichen Weihnacht
Friede wünsche er all jenen, „die vom sozialen und wirtschaftlichen Elend gezeichnet sind, und denen, die an den Folgen der Erdbeben oder anderer Naturkatastrophen leiden“. „Praktisch und konkret“ brauche es aber auch Frieden für alle Menschen, die Hunger leiden, sowie Opfer von Gewalt sowie „Friede den Vertriebenen, den Migranten und den Flüchtlingen sowie allen, die heutzutage Objekt des Menschenhandels sind“.
Im Anschluss an seine Ansprache spendete der Papst seinen traditionellen Segen „urbi et orbi“. Gläubige aus aller Welt verfolgten die Worte von Papst Franziskus auf dem Petersplatz, Millionen hörten ihm über das Fernsehen, das Radio oder das Internet zu.
Verschärfte Sicherheitsvorkehrungen
Die Feierlichkeiten fanden heuer unter deutlich verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Vor allem Sehenswürdigkeiten, aber auch besucherstarke Veranstaltungen und Gottesdienste zu Weihnachten werden laut Behörden besonders überwacht. Rund um den Vatikan blieben jene Maßnahmen in Kraft, die seit Beginn des Heiligen Jahrs im Dezember 2015 gelten. Dazu zählen bewegliche Absperrgitter an den Zufahrtsstraßen zum Petersplatz sowie Polizei- und Militärposten.
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