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Drei Prozent des BIP

Österreich hat 2015 die zweithöchsten Forschungs- und Entwicklungsausgaben in der EU verzeichnet. Nach Daten des EU-Statistikamtes Eurostat von Ende November lag Österreich mit einem Anteil von 3,07 Prozent der Wirtschaftsleistung hinter Schweden (3,26 Prozent) und vor Dänemark (3,03 Prozent).

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Im EU-Durchschnitt gingen die Forschungsausgaben minimal auf 2,03 Prozent zurück, gegenüber 2,04 Prozent 2014. Im Zehnjahresvergleich stiegen die EU-Forschungsausgaben: 2005 lag die Quote noch bei 1,74 Prozent. Österreich hatte 2005 Forschungsausgaben in Höhe von 2,38 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP).

Hauptsächlich im Unternehmensbereich

Der Unternehmenssektor war EU-weit 2015 mit 64 Prozent der gesamten Forschungs- und Entwicklungsausgaben weiterhin der wichtigste Sektor, gefolgt von Hochschulen (23 Prozent), vom Staatssektor (zwölf Prozent) und vom Sektor „Private Organisationen ohne Erwerbszweck“ (ein Prozent).

In Österreich kommt der Unternehmenssektor für 71 Prozent der Forschungsausgaben auf, gefolgt vom Hochschulbereich (24 Prozent) und vom Staat (vier Prozent), wobei in Österreich die Hochschulen zum überwiegenden Teil staatlich finanziert sind. Diese Anteile haben sich in den vergangenen zehn Jahren kaum verändert.

Die meisten verfehlen EU-Ziel von drei Prozent

Somit erreichen nur Schweden, Österreich und Dänemark das EU-Ziel von 3,0 Prozent. Hinter der Spitzengruppe lagen 2015 Finnland (2,90 Prozent), Deutschland (2,87 Prozent), Belgien (2,45 Prozent), Frankreich (2,23 Prozent), Slowenien (2,21 Prozent) und die Niederlande (2,01 Prozent).

Am niedrigsten ist die Intensität von Forschung und Entwicklung in Zypern (0,46 Prozent), Rumänien (0,49 Prozent), Lettland (0,63 Prozent), Malta (0,77 Prozent), Kroatien (0,85 Prozent), Bulgarien und Griechenland (je 0,96 Prozent). Gegenüber 2005 stiegen die Forschungsausgaben in fast allen EU-Staaten. Nur in Finnland, Luxemburg und Schweden gingen sie zurück, in Kroatien blieben sie nahezu unverändert.

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