Symbolisches Treffen von Castro und „Che“ Guevara
Der Trauerzug mit der Asche des kubanischen Revolutionsführers Fidel Castro hat in der Nacht auf heute seine erste Etappe erreicht: In Santa Clara wurde die Urne Castros in das Mausoleum seines einstigen Waffengefährten Ernesto „Che“ Guevara gebracht.

APA/AFP/Ronaldo Schemidt
Castro und der argentinische Arzt hatten einander in Mexiko kennengelernt und zusammen den Guerillakrieg gegen den kubanischen Diktator Fulgencio Batista vorbereitet.
Beisetzung der Urne am Sonntag
Santa Clara war die erste Station des 950 Kilometer langen Trauerzugs, der gestern in der Hauptstadt Havanna begonnen hatte und in der Stadt Santiago de Cuba im Osten des Karibik-Staates enden soll. Dort soll die Urne am Sonntag beigesetzt werden.
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Die Urne wurde mit Musik und Tanz begrüßt.
Castro war am Freitagabend im Alter von 90 Jahren gestorben. Castros Bruder Raul, der seit dem Jahr 2006 an der Spitze des Staates steht, hatte wegen des Todes des Revolutionsführers eine neuntägige Staatstrauer ausgerufen.
Weg der „Karawane der Freiheit“
Der Trauerzug von Havanna nach Santiago de Cuba hat hohe symbolische Bedeutung. Anfang Jänner 1959 war Castro mit der „Karawane der Freiheit“ in umgekehrter Richtung gezogen, als der Diktator Batista angesichts der Erfolge der Revolutionäre aus dem Land geflüchtet war.
Mit der Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Santa Clara im August 1958 hatte Guevara Castro und seiner Rebellenarmee 1959 den triumphalen Einmarsch in Havanna ermöglicht.
Guevara verließ Kuba 1965, um zunächst im Kongo und dann in Bolivien eine Guerillaorganisation aufzubauen. 1967 wurde er in Bolivien gefasst und hingerichtet. Neben dem Mausoleum für Guevara befinden sich in Santa Clara auch ein Museum und eine Statue des Revolutionärs.