4,6 Millionen Euro für Gustav-Mahler-Partitur
Die 232 Seiten umfassende Originalpartitur von Gustav Mahlers zweiter Symphonie - auch als „Auferstehungssymphonie“ bekannt - wechselt für 3,9 Millionen Pfund (4,6 Mio. Euro) den Besitzer und ist damit das teuerste Musikmanuskript aller Zeiten.

APA/AFP/Anthony Wallace
Der Rekordpreis wurde heute bei einer Sotheby’s-Auktion in London erzielt. Bei der Summe handelt es sich um den Hammerpreis - inklusive Prämien liegen die Kosten bei 4,5 Mio. Pfund (5,3 Mio. Euro).
Laut Sotheby’s handelt es sich um den bedeutendsten Musikautografen, der jemals in einer Auktion angeboten wurde, vergleichbar nur mit Mozarts „Neun Symphonien“, die 1987 für 2,9 Mio. Euro versteigert wurden, sowie Schumanns Zweiter, die 1994 für 1,8 Mio. Euro den Besitzer wechselte.
Gänzlich von Mahler selbst verfasst, sind auch sämtliche Änderungen und Kommentare enthalten, das Manuskript wurde nicht beschnitten und nicht gebunden. Die Symphonie, mit 90-köpfiger Orchesterbesetzung und 90 Minuten Spieldauer eines der monumentalen Werke des österreichischen Komponisten, wurde 1895 in Berlin uraufgeführt. 1920 übergab Mahlers Witwe Alma das Manuskript dem befreundeten Dirigenten Willem Mengelberg, aus dessen Nachlass es an den heuer verstorbenen US-amerikanischen Geschäftsmann Gilbert Kaplan verkauft wurde.