Empörung über Besuch Trumps in Mexiko
Nach dem umstrittenen Besuch des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump in Mexiko hat der mexikanische Finanzminister Luis Videgaray Anfang September seinen Rücktritt eingereicht. Nachfolger soll Jose Antonio Meade werden, der bereits in der Vorgängerregierung Finanzminister war. Videgaray galt als einer der engsten Vertrauten von Präsident Enrique Pena Nieto.
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Pena Nieto nahm das Rücktrittsgesuch an und bedankte sich für Videgarays „Loyalität“. Auf Berichte, wonach der Finanzminister bei der Einladung an Trump eine führende Rolle gespielt haben soll, ging der Präsident nicht ein. Videgaray hatte Pena Nietos erfolgreichen Präsidentschaftswahlkampfteam geleitet und galt als einer seiner engsten Berater.
Er soll die treibende Kraft hinter dem scharf kritisierten Treffen des Staatschefs mit Trump am 31. August gewesen sein. Laut „Washington Post“ war Videgaray der Meinung, das Pena Nieto das politische Risiko eingehen sollte - für den Fall, das Trump im November zum US-Präsidenten gewählt wird.
Empörung in Mexiko
Dass Pena Nieto den rechtspopulistischen US-Immobilienmilliardär persönlich in den Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt eingeladen hatte, sorgte bei vielen Mexikanern für Empörung. Trump hatte im Wahlkampf immer wieder mit antimexikanischer Rhetorik Stimmung zu machen versucht.
Unter anderem sorgte er für Empörung, als er mexikanische Einwanderer pauschal als „Drogendealer“ und „Vergewaltiger“ schmähte und für den Fall seines Wahlsiegs den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ankündigte - wofür Mexiko zahlen soll.
Widersprüchliche Angaben zu Mauerbau
Trump und Pena Nieto hatten nach dem Treffen widersprüchliche Angaben dazu gemacht, ob Trumps Forderung nach dem Bau einer Grenzmauer auf Kosten Mexikos in ihrem Gespräch thematisiert wurde. Trump sagte, er habe seine Forderung zwar bekräftigt, mit Pena Nieto aber „nicht darüber beraten, wer die Mauer zahlen soll“.
Der Präsident widersprach dieser Aussage. Er habe in dem Gespräch klargemacht, „dass Mexiko nicht für die Mauer zahlen wird“, sagte Pena Nieto nach der Unterredung. Neuer mexikanischer Finanzminister wird der bisherige Sozialminister Jose Antonio Meade. Er war bereits Außenminister und von 2011 bis 2012 auch schon einmal Finanzminister. Die von Trump angekündigte Mauer an der Grenze zu Mexiko sei nicht im Haushaltentwurf des südlichen Nachbarlandes vorgesehen, sagte Meade in einem seiner ersten Interviews.
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