Zahl in Griechenland ankommender Flüchtlinge schwankt
In Griechenland sind wieder mehr Flüchtlinge aus der Türkei eingetroffen. Innerhalb von 48 Stunden kamen bis heute Früh 374 Menschen an, wie der griechische Krisenstab für Flüchtlinge in Athen mitteilte. In den Tagen zuvor seien es durchschnittlich weniger als 50 Menschen pro Tag gewesen.
Warum die Zahl der Neuankömmlinge stark schwankt, ist nicht ganz klar. Griechische Medien mutmaßen, dass die Schlepper mehr Menschen schmuggeln, weil für Griechenland schlechtes Wetter angekündigt ist.
Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen
Auf griechischen Inseln kommt es inzwischen immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen, aber auch zu Demonstrationen der Inselbewohner. Die „Hotspots“ für Flüchtlinge sind überfüllt - auf Chios beispielsweise leben mittlerweile 3.700 Schutzsuchende, obwohl das Auffanglager nur Platz für 1.100 Menschen bietet.
Die Flüchtlinge fordern, aufs Festland gebracht zu werden. Seit Inkrafttreten des EU-Flüchtlingspaktes mit der Türkei werden Neuankömmlinge jedoch auf den Inseln festgehalten. Das Abkommen sieht vor, dass alle illegal in Griechenland eingereisten Schutzsuchenden in die Türkei abgeschoben werden.
Für jeden zurückgeschickten syrischen Flüchtling darf seit dem 4. April ein anderer Syrer aus der Türkei legal und direkt in die EU einreisen. Bisher wurden aber nur ein paar hundert Menschen auf dieser Grundlage zurück in die Türkei geschickt.