YouTube-Interview mit Juncker: Streit über Einmischung

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Der Interviewreigen, dem sich EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker letzte Woche auf YouTube gestellt hat, hat nun Nachwehen: Konkret wirft ein französischer YouTube-Star der Videoplattform vor, sie „bedroht“ zu haben, bevor sie Juncker ihre Fragen stellte. Sowohl YouTube als auch die EU-Kommission bestreiten das , berichtet das Onlinemagazin Politico.

Ein Kollege der Ökoaktivistin Laetitia Birbes nahm das Gespräch, das vor dem Interview stattfand, heimlich auf. Das Video gibt laut Politico vor, dass Birbes mit einem vorzeitigen Ende ihrer YouTube-Karriere gedroht worden sei. Sie habe trotzdem Juncker die von ihr vorbereiteten Fragen über Goldman Sachs, Steuerprivilegien für Großkonzerne in Luxemburg und die Nichteinigung der EU beim umstrittenen Thema Pflanzenschutzmittel Glyphosat gestellt.

Google weist Vorwurf zurück

Ein Sprecher von Google, dem Mutterkonzern von YouTube, sagte gegenüber Politico, sie habe vor dem Interview einen Mitarbeiter gefragt, wie sie Juncker befragen solle. Dieser habe ihr geraten, „besser respektvoll als angriffig zu sein - das war alles“.

Die Sprecherin der Kommission, Natascha Bertaud, bestritt jede Form der Einflussnahme: Die Kommission habe die Fragen vorab nicht gekannt, so sei das bei jedem Interview, das Juncker gebe.