Anklage gegen mutmaßliches deutsches IS-Mitglied

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Die deutsche Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erhoben. Dem 22-jährigen Deutschen Tarik S. werden unter anderem die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und das Vorbereiten einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last gelegt, wie die Behörde heute in Karlsruhe mitteilte.

S. soll den Ermittlungen zufolge Ende 2013 über die Türkei nach Syrien gereist sein und sich dort spätestens im Jänner 2014 dem IS angeschlossen haben. Er kämpfte laut Bundesanwaltschaft für die Miliz und nahm Grenzkontrollen vor. Er habe auch an mehreren im Internet verbreiteten Videobeiträgen mitgewirkt und sich zu „einer bekannten Propagandafigur“ entwickelt.

Drohbotschaft an Wiener Versicherungsgesellschaft

In einem der Videos habe S. zusammen mit einem weiteren IS-Mitglied den Leichnam eines enthaupteten Menschen verspottet, so die Karlsruher Behörde. Mit einem aus Österreich stammenden IS-Mitglied habe er zudem eine Drohbotschaft an zwei Mitarbeiter einer Wiener Versicherungsgesellschaft versandt. Sie drohten darin, die beiden Angestellten töten lassen zu wollen.

Im Frühjahr dieses Jahres kehrte der Beschuldigte laut Bundesanwaltschaft wegen der Schwangerschaft seiner Frau nach Deutschland zurück. Seit März sitzt er in Untersuchungshaft.