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Detonationen innerhalb weniger Stunden

Eine Bombenserie mit mindestens drei Toten und Dutzenden Verletzten hat Thailand erschüttert. Die Explosionen ereigneten sich am Donnerstag und Freitag in drei der beliebtesten Ferienregionen im Süden des Landes. Betroffen waren die Insel Phuket, das nördlich davon gelegene Phang Nga und der Touristenort Hua Hin, der rund 200 Kilometer südlich von Bangkok liegt.

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Dort verbringen viele Thailänder das verlängerte Wochenende. Am Freitag haben sie anlässlich des Geburtstages von Königin Sirikit frei. Die Armee geht von einer koordinierten Angriffsserie aus. Die Bombenanschläge stünden aber nicht in Zusammenhang mit international agierenden Terrororganisationen, sondern seien Sabotageaktionen örtlicher Gruppen, die sich auf begrenzte Gebiete und Provinzen beschränkten, so ein Polizeisprecher in der Hauptstadt Bangkok.

Ermittler am Tatort

APA/AFP/Munir Uz Zaman

Ermittlungen am Tatort in Hua Hin

Untersuchungen laufen

Wer hinter den Anschlägen steckt, sei allerdings noch unklar, teilte die Polizei weiter mit. Die Ermittlungen liefen. So werde untersucht, ob es eine Verbindung zu einem Aufstand in den überwiegend von Muslimen bewohnten Provinzen im Süden Thailands gebe. Im Zuge der Unruhen wurden seit 2004 mehr als 6.500 Menschen getötet.

Karte zeigt die Anschlagssorte Hua Hin, Phuket und Surat Thani in Thailand

APA/ORF.at

Österreicherin verletzt

Unter den betroffenen ausländischen Staatsbürgern befindet sich eine Österreicherin. Die Frau erlitt Schnittwunden und wurde zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht, das sie mittlerweile wieder verlassen konnte, wie der Sprecher des Außenministeriums, Thomas Schnöll, auf APA-Anfrage mitteilte. Die österreichische Botschaft in Thailand stehe mit der Frau in Kontakt, so Schnöll Freitagfrüh. Ihre Heimreise habe sie für Anfang September geplant. Über die Nationalität anderer Opfer war zunächst nichts bekannt.

Örtlichen Medienberichten zufolge ereigneten sich die ersten beiden Explosionen in Hua Hin an einer Kreuzung, an der bei in- und ausländischen Touristen beliebte Bars liegen. Viele Thailänder waren da schon zu einem langen Wochenende in dem Seebad eingetroffen. Nur zwölf Stunden später habe es dann die nächste Detonation gegeben.

„Dieselbe Handschrift“

Bei der Detonation auf Phuket, zu der es in der Nähe des ebenfalls bei Urlaubern beliebten Badestrands Patong kam, wurde nach Polizeiangaben ein Taxifahrer verletzt. „Die Bombenattentate tragen dieselbe Handschrift“, sagte Armeegeneral Danai Kritmethavee vor Journalisten. „Wir gehen zurzeit davon aus, dass es sich um eine koordinierte Attacke handelt.“ Es sei aber noch zu früh, um sich zu möglichen Motiven zu äußern. Die Anschläge erfolgten einen Tag vor einem Feiertag zu Ehren des Geburtstags von Königin Sirikit und wenige Tage nach einem umstrittenen Referendum über eine von der regierenden Militärjunta ausgearbeitete Verfassung.

Die Polizei wies ihre Sicherheitskräfte im ganzen Land an, die Sicherheit um wichtige Regierungsgebäude und Plätze, vor allem Busbahnhöfe, Bahnhöfe, Flughäfen, Touristenattraktionen, Restaurants und Vergnügungsviertel, zu verstärken. Örtliche Medien berichteten von mehreren Feuern in südlichen Provinzen. Es war jedoch nicht sofort klar, ob die Brände in Zusammenhang mit den Bombenexplosionen standen.

Außenministerium warnt

Das österreichische Außenministerium empfahl auf seiner Homepage, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden unbedingt Folge zu leisten. Hohes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe drei) gelte für die Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani und Songhkla sowie Preah Vihear und Umgebung.

Nach Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und muslimischen Bevölkerungsteilen wird von nicht notwendigen Reisen in diese Provinzen abgeraten. Erhöhtes Sicherheitsrisiko (Sicherheitsstufe zwei) gelte für den Rest des Landes. Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte werde die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

In der Stadt Phuket kam es laut Außenministerium mehrfach zu Angriffen gegen ausländische Touristen, teilweise durch einzelne Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrer, aber auch durch Banden. Zu erhöhter Vorsicht im Stadtgebiet wird geraten.

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