Deutsche Polizei durchsuchte salafistische Moschee

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Die Polizei im deutschen Bundesland Niedersachsen hat Moscheeräume der Gruppierung Deutschsprachiger Islamkreis Hildesheim (DIK) und Wohnungen von acht Vorstandsmitgliedern des Vereins durchsucht.

Deutsche Polizisten

APA/AFP/dpa/Chris Gossmann

Der DIK in Hildesheim sei „ein bundesweiter Hotspot der radikalen Salafistenszene“ und werde bereits seit längerer Zeit beobachtet, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) zu der gestrigen Durchsuchungsaktion.

Über mögliche Beschlagnahmungen gab es zunächst keine Informationen. Der Verein hatte sich nach Einschätzung der Sicherheitsbehörden zu einem Schwerpunkt salafistischer Betätigungen in Niedersachsen und auch deutschlandweit entwickelt. Zahlreiche Moscheebesucher seien nachweislich nach Syrien und in den Irak ausgereist - unter anderem, um sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) anzuschließen.

Verein soll verboten werden

Darüber hinaus lägen den Sicherheitsbehörden Erkenntnisse vor, dass im Verein Muslime radikalisiert und zur Teilnahme am Dschihad in den Kampfgebieten motiviert werden. In Predigten, Seminaren und Vorträgen werde auch zum „Hass gegenüber Ungläubigen“ aufgerufen. Die Durchsuchungen seien ein wichtiger Schritt zum Verbot des Vereins, sagte Pistorius.