Themenüberblick

Unterstützung für Berlin zugesagt

Die Münchner Bluttat mit neun Toten und einem mutmaßlichen Täter, der Suizid beging, ruft weltweit Solidarität und Bestürzung hervor. Schon kurz nach der Tat meldeten sich US-Präsident Barack Obama und sein französischer Amtskollege Francois Hollande mit Anteilnahme zu Wort.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Obama hatte Deutschland als einem „unserer engsten Verbündeten“ in einer schriftlichen Stellungnahme die Unterstützung der USA zugesagt. Der republikanische Präsidentschaftskandidat Donald Trump schrieb via Facebook, dass „unsere Gebete allen Betroffenen dieser furchtbaren Angriffe in München“ gelten.

Das Erstarken des Terrorismus gefährde das Leben zivilisierter Menschen. Distanzierter zeigte sich die demokratische Kandidatin Hillary Clinton: „Wir stehen unseren Freunden in Deutschland bei.“

„Europa gegen Terrorismus vereint“

Der italienische Premier Matteo Renzi telefonierte mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, um seine Solidarität mit Deutschland nach dem Blutbad in München auszudrücken. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini kondolierte den Familien der Toten und „allen Deutschen“. „Europa ist gegen den Terrorismus vereint“, schrieb die Italienerin auf Twitter. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte sprach Deutschland sein Mitgefühl aus. „Normale Menschen wurden beim Einkaufen oder Arbeiten an einem normalen Freitagabend brutal ermordet oder verwundet“, heißt es in der Erklärung vom Samstag. „Wir denken an sie und ihre Angehörigen.“

Der britische Außenminister Boris Johnson zeigte sich „schockiert und traurig“ über die Bluttat in München. Sollte die Tat einen terroristischen Hintergrund haben, zeige dies „einmal mehr, dass wir mit einem globalen Phänomen, einer globalen Krankheit, konfrontiert sind“.

Bestürzung in Österreich

Der österreichische Bundeskanzler Christian Kern äußerte sich bestürzt. „In diesen erschütternden, dramatischen Stunden sind unsere Gedanken und unser Mitgefühl bei den Familien der Opfer von München“, schrieb er in der Nacht zum Samstag im Sozialen Netzwerk Facebook. Den Polizisten und Rettungskräften, „die alles versuchen, um die Menschen in München zu schützen“, gelte seine „größte Anerkennung“.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hat sich „schockiert über die Ereignisse in München“ gezeigt. „Mein Beileid gilt den Opfern & deren Familien - bin in Gedanken bei unseren deutschen Freunden!“, schrieb der Außenminister in der Nacht auf Samstag auf Twitter.

Der von den Grünen unterstützte Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen schrieb via Twitter, „in Augenblicken des Horrors“ wie in München „müssen wir zusammenstehen“. Auch FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer nahm zu den Ereignissen in München Stellung und twitterte: „In Gedanken bei den Opfern von München und deren Angehörigen. Diese Taten sind furchtbar“.

Beileidsbekundung vom Iran bis Russland

Berlin könne auch auf die Hilfe Frankreichs zählen, so Hollande. Solidaritätsbekundungen gab es auch von Kanadas Premierminister Justin Trudeau und dem griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras: „Wir dürfen es nicht erlauben, dass Gewalt zu Europas Zukunft wird. In diesen schweren Zeiten müssen wir dem deutschen Volk solidarisch beistehen.“ Am Samstag kondolierte auch der russische Präsident Wladimir Putin der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer.

Auch der Iran verurteilte den Angriff in München. Die iranische Regierung verurteile „die Ermordung von schutzlosen Unschuldigen“, sagte der iranische Außenamtssprecher Bahram Ghassemi am Samstag laut den Nachrichtenagenturen IRNA und ISNA. Es gebe keine Alternative zum „totalen und unterschiedslose Kampf“ gegen den Terrorismus. Die Regierung sage „der deutschen Bevölkerung und der Regierung ihre Solidarität“ zu, sagte der Außenamtssprecher.

Ähnliche Worte waren auch aus arabischen Ländern zu hören. Man lehne „alle Formen der Terrorisierung von Zivilisten“ ab, hieß es vom ägyptischen Außenministerium. Das Königreich Saudi-Arabien bekundete Solidarität mit Deutschland genauso wie der Golfstaat Kuwait.

Entsetzen in Deutschland

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck äußerte sich angesichts der Ereignisse bestürzt: „Der mörderische Angriff in München entsetzt mich zutiefst.“ In Gedanken sei er bei allen Opfern und bei allen, die um einen geliebten Menschen trauerten oder fürchteten. Kanzleramtsminister Peter Altmaier sagte im ZDF: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Terroristen ihr Ziel erreichen, nämlich unsere Gesellschaft zu verunsichern.“ Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer zeigte sich „tief erschüttert“. Die „brutale und menschenverachtende Tat“ erfülle alle „mit Trauer und Schrecken“.

Links: