Offene Fragen rund um Bauern-SV-Rabatt

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Bei der Stundung der Sozialversicherung für Bauern für ein Quartal wegen des Erzeugerpreistiefs bei Milch und Schweinefleisch sowie Frostschäden gibt es noch zahlreiche offene Fragen.

Es geht um 167 Mio. Euro an Sozialversicherungsbeiträgen für ein Quartal heuer, die aus Rücklagen gehoben werden sollen - aber vor allem darum, ob die Summe gestundet und daher nachgezahlt werden muss, oder ob die Summe schließlich gänzlich erlassen wird.

ÖVP sieht mehrere Varianten

Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP) teilte heute auf Anfrage schriftlich mit, dass „zur Wiederauffüllung der Rücklagen mehrere Varianten denkbar sind“. Die Details dazu würden im Herbst mit dem Koalitionspartner diskutiert.

Das Sozialministerium von Alois Stöger (SPÖ) hingegen betonte schon gestern, der Quartalsbeitrag der Sozialversicherung werde den Bauern gestundet und mit spätestens 1. Jänner 2019 durch die Versicherten selbst zurückgezahlt.

Bauernbund fordert „echtes Quartalsstorno“

Bauernbund-Präsident Jakob Auer besteht gegenüber der APA auf ein „echtes Quartalsstorno“. Es dürfe „keine Rückzahlung, und damit auch keine (spätere, vorübergehende, Anm.) Beitragserhöhung der Sozialversicherung“ für die Bauern geben. Auer verweist auf Einkommensverluste über die vergangenen Jahre. Im Vorjahr hätten sich die Einbußen im Durchschnitt auf 17 Prozent belaufen.