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Gefährlicher Mix im Süden

Noch kein Aufatmen gibt es für Einsatzkräfte und Betroffene der starken Unwetter der vergangenen 24 Stunden: Es besteht weiter eine Unwetterwarnung für Österreich. Laut ORF-Wetterredaktion werden weitere große Regenmengen erwartet.

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Vor allem an der Alpen-Nordseite regnet es noch einmal stark, und es kommen große Wassermengen zusammen. Überflutungen und Muren sind in Vorarlberg, Tirol dem Salzburger Land und Oberösterreich möglich. Angespannt bleibt die Situation auch im Süden. Stellenweise können sich noch einmal heftige Gewitter bilden, mit wolkenbruchartigen Schauern, Hagel, gefährlichen Sturmböen und zahlreichen Blitzeinschlägen.

Hunderte Feuerwehreinsätze

In der Nacht auf Mittwoch gingen in weiten Teilen des Landes heftige Gewitter nieder. Feuerwehren mussten in Niederösterreich, der Steiermark und Salzburg zu Hunderten Einsätzen ausrücken. Die Gewitter dauerten zum Teil nur sehr kurz, richteten jedoch enorme Schäden an.

Überfluteter Platz vor dem Seminarhotel Schloss Hernstein im Bezirk Baden

APA/Stefan Schneider

Schloss Hernstein in Baden wirkt aktuell beinahe venezianisch

Pkw-Insassen aus Auto befreit

Nur knapp wurde ein Unglück in Sankt Valentin (Niederösterreich) verhindert: Drei Autoinsassen, die in einer überfluteten Unterführung feststeckten, wurden in letzter Minute gerettet. Die Insassen der beiden Fahrzeuge hätten aufgrund des Wasserdruckes die Türen nicht mehr selbstständig öffnen können, sagte Philipp Gutlederer von der Feuerwehr Amstetten am Dienstagabend. Bereits kurz nachdem die Eingeschlossenen befreit worden seien, seien die Fahrzeuge bis zum Dach im Wasser gestanden, so Gutlederer.

Insgesamt mussten Einsatzkräfte in Niederösterreich in der Nacht über 270-mal ausrücken. Der gesamte Bezirk Amstetten war massiv von Unwettern betroffen. Starkregen setzte Garagen und Keller bis zu einen Meter unter Wasser, schilderte der niederösterreichische Feuerwehrsprecher Franz Resperger. 80 Notfälle wurden registriert - mehr dazu in noe.ORF.at.

Schlamm in einem Haus nach Unwettern in Gasen, Steiermark

APA/BFV Weiz/J. Eggenreich

Aufräumarbeiten in einem überschwemmten Haus in Gasen

Flüge umgeleitet

Betroffen von den Gewittern war auch der Flughafen Wien-Schwechat, wo mehrere Flüge umgeleitet werden mussten - mehr dazu in noe.ORF.at. In Wien führten die Unwetter zu kleineren Einsätzen, die Feuerwehr musste in 24 Stunden etwa 160-mal ausrücken - mehr dazu in wien.ORF.at.

Stark betroffen war auch die Steiermark - beinahe im ganzen Bundesland gab es Schäden durch umgestürzte Bäume und Hagel. Besonders schlimm traf es die Obersteiermark und das Gebiet nördlich von Graz. 1.500 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Schätzungen zur Schadenshöhe gehen allein für die Landwirtschaft in die Millionenhöhe. Im Raum Gleisdorf wurden unzählige Fahrzeuge im Freien sowie Obst- und Weinkulturen beschädigt.

Hagelkörner durchschlugen Scheiben und Dächer

Die oststeirische Gasen wurde teilweise überflutet, eine Straße war gesperrt. Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld und Weiz wurden mehrere Dächer durch Hagelschlag beschädigt. Wegen umgefallener Bäume war auch die Phyrnautobahn (A9) zwischen der Mautstelle und dem Gleinalmtunnel in Richtung Graz gesperrt - mehr dazu in steiermark.ORF.at.

Im Burgenland traf es vor allem die südlichen Gegenden. Am schlimmsten erwischte es die Ortschaften Stinatz und Litzelsdorf. Das Hagelunwetter dauerte dort zwar gerade einmal eine halbe Stunde, die Schäden sind aber enorm. Blitzschläge sorgten für viele Schäden und Stromausfälle - mehr dazu in burgenland.ORF.at.

Ein durch Hagel beschädigtes Fahrzeug in Gleisdorf

APA/BFV Weiz/J. Eggenreich

Im Freien geparkte Fahrzeuge fielen in Gleisdorf dem Hagel zum Opfer

Stromausfälle in Salzburg

Auch in Salzburg waren Feuerwehren im Dauereinsatz. Eine Gewitterzelle mit Sturmböen bis über 100 km/h und heftige Regenfälle führten wie schon am Tag zuvor auch am Dienstagabend zu zahlreichen Einsätzen. Keller und Unterführungen mussten ausgepumpt und umgestürzte Bäume entfernt werden. Auch Dächer seien abgedeckt worden. Hunderte Haushalte waren ohne Strom.

Betroffen von dem Unwetter waren vor allem der Pinzgau, der Tennengau, die Stadt Salzburg und der Flachgau. 32 Feuerwehren waren am Abend im Einsatz. Laut Landesfeuerwehrkommando Salzburg zählten das Saalachtal und der Flachgau von Großgmain über das Gaisberg-Gebiet bis Strobl am Wolfgangsee zu jenen Gebieten, die von der Gewitterzelle am meisten betroffen waren - mehr dazu in salzburg.ORF.at.

„Katastrophenstimmung in Bad Ischl“

In Oberösterreich waren Feuerwehren besonders in den Bezirken Kirchdorf, Steyr-Land, Linz-Land und dem inneren Salzkammergut in Alarmbereitschaft. Besonders heftig von den Unwettern getroffen wurde Bad Ischl. Dort mussten zwei Wohnhäuser evakuiert werden, heftige Windböen rissen Bäume aus, Keller wurden überflutet, und Bäche stiegen binnen weniger Minuten über die Ufer. „Es war einfach Katastrophenstimmung in Bad Ischl“, sagte Bezirksfeuerwehrkommandant Stefan Schiendorfer - mehr dazu in ooe.ORF.at.

Feuerwehreinsatz in Bad Ischl

APA/FF Bad Ischl

Die Unwettergefahr ist noch nicht vorbei

Sturm, Hagel und Überschwemmungen

Auch in Tirol gingen erneut heftige Gewitter mit Starkregen und Sturmböen nieder. In Pettnau bei Telfs verhinderte der schnelle Einsatz der Feuerwehr vermutlich Schäden an Häusern durch Überschwemmungen - mehr dazu in tirol.ORF.at .

Zahlreiche Einsätze gab es auch in Kärnten. Es gingen Muren ab, Bäche traten über die Ufer, außerdem ließ der starke Wind einige Bäume umstürzen. Mittwochfrüh zog Hagel über Kärnten - mehr dazu in kaernten.ORF.at.

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