BMW will bis 2021 komplett selbstfahrendes Auto
BMW will in fünf Jahren ein komplett selbstfahrendes Auto auf den Markt bringen. Zusammen mit dem weltgrößten Chiphersteller Intel und dem israelischen Roboterwagenspezialisten Mobileye als Partner entwickle BMW die Technik, um bis 2021 mit der Serienproduktion zu starten, sagte Konzernchef Harald Krüger gestern in München.
BMW, Intel und Mobileye wollten zusammen die Technik für ein Auto entwickeln, bei dem der Fahrer nicht nur die Hände vom Lenkrad nehmen, sondern während des Fahrens sogar fernsehen oder schlafen kann - ob auf der Autobahn oder in der Großstadt. Es müsse gar kein Fahrer mehr an Bord sein, sagte BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich und sprach von einem „neuen Zeitalter der Mobilität“.
Eine ähnliche Vision verfolgen etwa auch Google, der Fahrdienstvermittler Uber und die Opel-Mutter General Motors, die an Robotertaxis arbeiten. Ein BMW-Konkurrent wie Toyota setzt zugleich auf künstliche Intelligenz, die von menschlichen Fahrern lernen soll.
„Sicherheit geht vor“
Wenige Stunden vor der Ankündigung wurde ein Fall in den USA bekannt, bei dem erstmals ein Mensch in einem vom Computer gesteuerten Auto ums Leben kam. Nach Angaben des Elektroautoherstellers Tesla hatte das Fahrassistenzsystem einen weißen Lastwagenanhänger vor einem hell ausgeleuchteten Himmel nicht erkannt.
Mit Blick auf den tödlichen Unfall eines per „Autopilot“-Fahrassistent gesteuerten Tesla in den USA betonte er: „Das Ziel ist 2021 - aber Sicherheit geht vor!“
Der traurige Unfall zeige, dass die Technik im Augenblick noch nicht reif für ein computergesteuertes Serienfahrzeug sei. „Wir nutzen die nächsten Jahre“, sagte Krüger. Auch Intel-Chef Brian Krzanich meldete sich in diesem Zusammenhang in München zu Wort: 90 Prozent aller Unfälle würden durch Fehler von Menschen am Steuer verursacht.