Black Sabbath in Wien: Fünf Minuten Standing Ovations

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Die britische Bandlegende Black Sabath hat gestern Abend in der Wiener Stadthalle im Rahmen ihrer finalen Tournee „The End“ ein erwartbar lautes und rockiges Konzert gegeben - mit denkbar viel Energie. Das Motto lautete: „Go fucking crazy!“

Black Sabbath in dert Stadthalle

ORF.at/Dominique Hammer

Dass es Ozzy Osbourne, Bassist Geezer Butler und Gitarrist Tony Iommi mit ihrem Farewell tatsächlich ernst meinen, darauf lässt eher der Gesundheitszustand der Protagonisten denn ihre gestrige Darbietung schließen: Iommi kämpft gegen den Krebs, Osbourne mit den Folgen seines jahrzehntelangen Raubbaus am Körper.

„Iron Man“ und „Paranoid“

Natürlich fehlte beim Konzert weder das wütende Anti-Vietnam-Stück „War Pigs“ noch das wuchtige „Iron Man“, das zornige „Children Of The Grave“ und auch nicht „Paranoid“ (als obligatorische Zugabe). Das Programm bestand aus Material von fünf Alben - alle aufgenommen von Anfang bis Mitte der 70er Jahre. Neun der 14 gebotenen Nummern findet man auf den ersten beiden Platten der Gruppe.

Osbourne hing am Mikroständer, schaukelte bedrohlich fragil mit dem Oberkörper vor und zurück, schaffte aber doch ein paar Ausflüge an den Bühnenrand und am Ende sogar einen Kniefall vor dem Publikum, wie die APA schreibt. Selbst wenn seine Stimme durch Drogen- und Alkoholeskapaden gelitten hat, zeigte er - speziell bei „Behind The Wall Of Sleep“ und „N.I.B.“ -, was er immer noch kann. Das Publikum dankte es am Ende mit fünf Minuten langen Standing Ovations.