Katastrophenalarm nach Überschwemmungen in Bayern

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Nach schweren Überschwemmungen hat der Landkreis Rottal-Inn in Niederbayern den Katastrophenfall ausgerufen. Betroffen sind nach Angaben des Landratsamtes von heute die Orte Simbach am Inn, Triftern und Tann.

In dem nahe dem überschwemmten Triftern gelegenen Pfarrkirchen in Niederbayern sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) seit gestern Abend etwa 45 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Allein an diesem Tag zwischen 8.00 und 14.00 Uhr seien es 32 Liter gewesen, sagte Meteorologe Volker Wünsche. „Das ist schon ein kräftiger Dauerregen.“ Pfarrkirchen liegt etwa sechs Kilometer nördlich von Triftern.

Richtung österreichischer Grenze fielen noch mehr Regenmassen. Im ebenfalls teilweise überfluteten Simbach am Inn maß der DWD zu Mittag allein innerhalb einer Stunde 29 Liter pro Quadratmeter - seit gestern Abend waren bis zu 60 Liter gefallen.

Schülergruppe auf Booten abgetrieben

Eine Schülergruppe geriet bei den Unwettern während einer Bootsfahrt in Not. Die 27 Kinder einer siebenten Klasse, zwei Lehrer und eine Begleitperson seien bei der mit zwölf Booten gestarteten Tour auf dem Fluss Schwarzer Regen vom Unwetter überrascht worden, teilte das Polizeipräsidium Niederbayern mit.

In der Folge seien die Boote auf dem Fluss durch die starke Strömung auseinandergetrieben worden, in der Gruppe sei teilweise Panik ausgebrochen. Etwa 20 Mitglieder der 30-köpfigen Gruppe seien auf einer kleinen Insel im Fluss gestrandet, dem Rest sei es von selbst gelungen, das Ufer zu erreichen.