Kickl befürchtet Wahlkartenverschwörung
Mit Skepsis beäugt FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl den Wahlkartenrekord bei der Bundespräsidentenstichwahl. „Hier heißt es jedenfalls wachsam sein“, meinte er in einer Aussendung. Beispiele aus der Vergangenheit zeigten, dass bei der Briefwahl immer wieder Ungereimtheiten auftreten.
Der gewaltige Anstieg bei den Wahlkarten werfe einmal mehr die Frage auf, ob bei Verfügungsberechtigung und Auszählung tatsächlich dem Wählerwillen entsprochen werde - „oder ob Helfershelfer des gegenwärtigen Politsystems hier vielleicht die Gelegenheit nutzen könnten, dem Wählerwillen zugunsten des Systemrepräsentanten Van der Bellen ‚nachzuhelfen‘“. Im Zuge der Auszählung sei daher besondere Sorgfaltspflicht angebracht.
Fast 900.000 ausgestellte Wahlkarten
Die Wahlbehörden haben genau 885.437 Wahlkarten ausgestellt. Das bedeutet, dass beinahe 14 Prozent der 6.382.507 Wahlberechtigten ihre Stimme nicht im Weg der „klassischen“ Urnenwahl morgen abgeben wollen. Im ersten Wahlgang hatten rund 530.000 Personen per Briefwahl abgestimmt. Der von den Grünen unterstützte Kandidat Alexander Van der Bellen konnte mit diesen Stimmen seinen Rückstand auf den Freiheitlichen Norbert Hofer merkbar verkleinern.