Philippinen: Kommunistische Rebellen für Friedensgespräche

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Die kommunistischen Rebellen auf den Philippinen haben dem künftigen Präsidenten Rodrigo Duterte Friedensverhandlungen angeboten. Der im niederländischen Exil lebende Verhandlungsführer der Rebellen, Luis Jalandoni, sagte heute im Radiosender DZMM, dass in Kürze Delegationsbesuche starten sollen, um „die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen“ vorzubereiten.

Nach Auffassung der Rebellen könnten Dutertes Pläne und Programme „entscheidende Faktoren“ sein, „um Frieden zu schaffen“. Zuvor hatte bereits der Anführer des kommunistischen Aufstands, Jose Maria Sison, Duterte die Hand entgegengestreckt. Der Gründer der Kommunistischen Partei der Philippinen kündigte an, nach fast 40 Jahren aus dem niederländischen Exil zurückkehren zu wollen, um über eine Beendigung des Aufstands zu sprechen. Duterte begrüßte die Pläne und bot sogar an, Kommunisten in sein Kabinett zu berufen.

Keine Ministerposten für Guerillakämpfer

Jalandoni betonte jedoch, dass vor dem Abschluss eines Friedensabkommens keine Guerillakämpfer Ministerposten übernehmen sollten. Die Rebellen wollten Duterte aber „eine Liste von qualifizierten, kompetenten und engagierten Personen“ für die ihnen angebotenen Ressorts vorlegen.

Duterte soll am 30. Juni den Amtseid als Präsident leisten. Der langjährige Bürgermeister der Stadt Davao, der von Menschenrechtsaktivisten für die Tötung von mehr als 1.000 Menschen durch Todesschwadronen verantwortlich gemacht wird, hatte die Wahl am 9. Mai mit großem Vorsprung gewonnen. Er hatte im Wahlkampf einen unerbittlichen Feldzug gegen die Kriminalität angekündigt, will die Todesstrafe wieder einführen und Scharfschützen gegen mutmaßliche Verbrecher einsetzen.