Florida bereits vor 14.550 Jahren besiedelt

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Der Südosten Nordamerikas könnte nach einer neuen Analyse gut tausend Jahre früher besiedelt gewesen sein als bisher angenommen. Darauf weisen in Florida gefundene Steinwerkzeuge und Urtierknochen hin, wie Forscher im Fachmagazin „Science Advances“ berichten.

Die Speerspitzen und eingeritzten Knochen eines Mastodons stammen aus einem Flussbett in Floridas Norden, Radiokarbon-Analysen lassen auf ein Alter von 14.550 Jahren schließen, schreibt das Team um Michael Waters von der Texas A&M University in College Station.

Bisher waren Archäologen davon ausgegangen, dass Angehörige der Clovis-Kultur als Erste in Florida ankamen - und zwar gut tausend Jahre später. Die Daten von Waters und seinen Kollegen stützen Studien, nach denen die Clovis nicht die ersten Einwanderer in Nordamerika waren. Vielmehr dürfte eine andere Kultur schon vorher von Asien über die Beringstraße auf den bis dahin unbewohnten Kontinent vorgedrungen sein, vermuten Forscher.