Syrien: US-Spezialeinheiten vor Aufstockung
US-Präsident Barack Obama will nach Informationen des „Wall Street Journal“ bis zu 250 zusätzliche Soldaten nach Syrien schicken. Sie sollen örtliche Kräfte im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen, berichtete das Blatt gestern unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Obama wolle seine Absicht heute zum Abschluss seines Hannover-Besuches bekanntgeben.
In Hannover wird Obama am Nachmittag mit Großbritanniens Premier David Cameron, Frankreichs Präsident Francois Hollande und Italiens Regierungschef Matteo Renzi zusammentreffen. Gastgeberin ist die deutsche Kanzlerin Angela Merkel. Nach US-Medienangaben sollen Sicherheitsfragen einschließlich der Lage im Bürgerkriegsland Syrien erörtert werden.
Bisher waren rund 50 Angehörige von US-Spezialeinheiten am Boden in Syrien aktiv. Wie diese sollen auch die zusätzlichen Kräfte der Zeitung zufolge technisch keine Kampfeinsätze absolvieren, auch wenn sie in der Nähe der Frontlinien operierten. Ihre Hauptaufgabe werde es sein, mehr sunnitische Araber für den Kampf gegen den IS an der Seite kurdischer Einheiten im Nordosten zu bewegen.