Informant fürchtet um sein Leben

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Die „Süddeutsche Zeitung“ („SZ“) wird ihre Quelle für die Panama-Papers „nahezu um jeden Preis“ schützen. Das sei eine der Bedingungen für die Übergabe der Daten an sein Blatt gewesen, sagte „SZ“-Chefredakteur Wolfgang Krach gestern im ZDF. Dazu komme, dass die Quelle in den zurückliegenden Tagen signalisiert habe, sie befinde sich in Lebensgefahr.

„Dann gibt es keine Panama-Papers zwei“

Krach betonte, er habe Verständnis für Forderungen nach Herausgabe der Daten seitens der Politik. Die Grundlage von investigativem Journalismus bleibe aber der Quellenschutz. „Wenn wir aufhören, unsere Informanten zu schützen, dann ist das das Ende des investigativen Journalismus. Dann gibt es keine Panama-Papers zwei“, begründete Krach die Weigerung, die Unterlagen an die deutschen Behörden zu übergeben.

Die Panama-Papers wurden der „SZ“ zugespielt und vom Internationalen Netzwerk investigativer Journalisten (ICIJ) und seinen Medienpartnern, darunter ORF und „Falter“, ausgewertet.