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Bekennende Pro-Waffen-Aktivistin

In den USA hat erneut ein Kind einen Menschen mit einer Waffe schwer verletzt. Ein Vierjähriger schoss vor knapp drei Wochen seiner Mutter in den Rücken. Opfer ist eine bekennende Waffenaktivistin.

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Das Unglück geschah im Bundesstaat Florida während einer Autofahrt. Das 31-jährige Opfer, Jamie Gilt, konnte anfangs wegen der Schwere ihrer Verletzung nicht zum Hergang des Vorfalls vernommen werden.

Ein Hilfssheriff in Putnam County war am 8. März auf den halb auf der Fahrbahn stehenden Wagen aufmerksam geworden und hatte die schwer verletzte Frau gefunden. Außer ihr befand sich nur ihr kleiner Sohn im Auto. Der hatte offenbar auf dem Rücksitz mit einer dort herumliegenden Faustfeuerwaffe hantiert und dabei seine Mutter angeschossen.

Pistole lag auf der Rückbank

„Sie saß auf dem Fahrersitz und er auf der Rückbank hinter ihr. Er hat geradewegs durch sie hindurchgeschossen. Die Kugel ging nahe ihrer Lendenwirbelsäule hinein und kam in der Bauchgegend wieder heraus“, schilderte Hilfssheriff Joseph Wells gegenüber dem TV-Sender CNN. Bei der Waffe soll es sich um eine Pistole vom Kaliber .45 gehandelt haben.

Den US-Behörden zufolge war die Frau die rechtmäßige Besitzerin der Pistole. Allerdings ist es in Florida verboten, eine geladene Schusswaffe für Kinder zugänglich aufzubewahren.

Prahlen mit Schießkünsten eines Vierjährigen

Auf ihrem Profil im Sozialen Netzwerk Facebook posierte Gilt mit ihrem Sohn auf dem Schoß und einem Gewehr in der Hand. Kurz vor dem Unfall hatte sie damit geprahlt, dass ihr Vierjähriger bereits mit Handfeuerwaffen umgehen könne. Mittlerweile sind die Einträge entfernt bzw. ist das Profil nicht mehr zur Gänze für die Öffentlichkeit sichtbar.

US-Präsident Barack Obama versucht seit Jahren, schärfere Regeln für Schusswaffenbesitz durchzusetzen, scheitert aber immer wieder am Kongress, der von den konservativen Republikanern dominiert wird. Eine Studie der Universität Boston hat erst kürzlich ergeben, dass die landesweite Einführung von drei Gesetzen, die in einigen Bundesstaaten bereits existieren, die Zahl der Todesfälle durch Schusswaffen um 80 Prozent reduzieren würde. Allein im Jahr 2013 seien 500 Menschen durch Unfälle mit Schusswaffen ums Leben gekommen, 30 davon waren noch keine fünf Jahre alt.

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