Konfliktparteien im Jemen wollen Einheitsregierung
Die Konfliktparteien im Bürgerkrieg im Jemen haben sich laut UNO-Angaben auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt. „Einigung auf eine politische Lösung im Jemen und die Formierung einer Regierung der nationalen Einheit“, schrieb UNO-Vermittler Ismail Ould Cheikh Ahmed heute auf seiner Facebook-Seite. Die nächsten Friedensverhandlungen sollen laut dem Sondergesandten im Golfstaat Kuwait stattfinden.
Kreise nahe der Führung der aufständischen Huthi-Rebellen bestätigten der Nachrichtenagentur dpa die Übereinkunft nicht nur mit der Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und seinen Verbündeten, sondern auch mit der saudisch geführten Militärkoalition.
Es sei gemeinsamer Wille, den „Krieg zu stoppen und an den Verhandlungstisch zurückzukehren“, hieß es. Die bereits geltende Waffenruhe an der Grenze zu Saudi-Arabien solle aufrechterhalten werden. Zudem solle Vertrauen aufgebaut werden, um die Kampfhandlungen insgesamt einzustellen.
Israel flog jemenitische Juden aus
Eine Gruppe der letzten im Jemen lebenden Juden wurde unterdessen in einer geheimen Aktion nach Israel gebracht. 19 Menschen aus dem arabischen Land seien in den vergangenen Tagen im jüdischen Staat eingetroffen, teilte die für Einwanderung zuständige Jewish Agency mit.
Insgesamt seien in den vergangenen Jahren rund 200 Juden heimlich aus dem Jemen nach Israel gebracht worden. Als Hintergrund wurden ein Anstieg antisemitischer Übergriffe sowie der Krieg in dem Land südlich von Saudi-Arabien genannt.