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Ein Abend für Österreichs TV-Lieblinge

Am 16. April findet in der Wiener Hofburg die 27. Romy-Gala statt. Alle Augen sind dabei auf die sechs Publikumspreise gerichtet, für die noch bis einschließlich Freitag abgestimmt werden kann. Zur Wahl stehen insgesamt 30 bekannte Gesichter und Newcomer aus den Bereichen TV, Kino, Show/Unterhaltung und Information.

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Unter den Nominierten sind etliche Dauerbrenner: So ist Rekordgewinner Armin Assinger (er hat bereits acht Statuetten eingeheimst) in der Kategorie „Show/Unterhaltung“ ebenso erneut nominiert wie „Tatort“-Kommissarin Adele Neuhauser (als beliebteste Seriendarstellerin), Tobias Moretti und Ursula Strauss in der Schauspielerkategorie.

Hinweis

Bis Freitag kann mit Teilnahmekarte postalisch oder auf der Website der Romy abgestimmt werden.

Konkurrenz bekommen die Arrivierten von einigen Newcomern: Julia Cencig darf sich für ihre Leistungen in „SOKO Kitzbühel“ ebenso Hoffnungen machen wie Moderatorin Barbara Schöneberger, die bereits dreimal für die Moderation der feierlichen Gala verantwortlich zeichnete, und der Leiter der ZIB-Inlandsredaktion und „Sommergespräche“-Moderator Hans Bürger.

Strauss, Markovics, Ofczarek

Die Liste der beliebtesten Schauspielerinnen komplettieren neben Strauss noch Julia Koschitz, Miriam Stein, Aglaia Szyszkowitz und Nora von Waldstätten, bei den Herren sind es neben Moretti noch Philipp Hochmair, Elyas M’Barek, Devid Striesow und Ronald Zehrfeld. Als beliebteste Seriendarstellerinnen matchen sich Cencig und Neuhauser mit Edita Malovcic, Sunnyi Melles und Franziska Weisz, auf den Preis für den beliebtesten Seriendarsteller hoffen Gerhard Liebmann, Karl Markovics, Juergen Maurer, Nicholas Ofczarek und Hans Sigl.

Erfolgreicher „Blick über den Tellerrand“

Romy-„Erfinder“ Rudolf John hob anlässlich der Bekanntgabe der Nominierten hervor, dass er den Preis von Anfang an als deutschsprachige Auszeichnung konzipiert habe, was sich nicht zuletzt am gesteigerten Interesse aus Deutschland niederschlage: „Dass es über den Tellerrand geht, hat sich bezahlt gemacht.“

„Menschsein“ statt Rivalität

Kein Neid kommt zwischen den Nominierten Aglaia Szyszkowitz und Ursula Strauss auf: Gerade in Österreich, wo sich alle kennen, sei das „Menschsein“ wichtiger, so Strauss.

Die internationale Konkurrenz bekommen „Sommergespräche“-Moderator Bürger und Peter Resetarits („Am Schausplatz“) in der Kategorie „Information“ zu spüren. Dort ist neben Puls4-Infochefin Corinna Milborn und Martin Thür (ATV, „Klartext“) auch ARD-Talkmasterin Sandra Maischberger nominiert. Zusammengelegt wurden in diesem Jahr die Preise für „Show“ und „Unterhaltung“: Hier findet sich neben Assinger, Schöneberger und Arabella Kiesbauer auch deutsche TV-Prominenz wie Steffen Henssler und Jörg Pilawa.

Platin-Romy und Akademiepreise

Die Sendungsverantwortliche des ORF, Andrea Heinrich, würdigte die TV-Gala als „glamourösen Fixpunkt“ im ORF-Eventprogramm. „Als Fernsehmacherin bin ich jedes Jahr aufs Neue beeindruckt vom kreativen Potenzial in unserem Land - wir haben so die Gelegenheit, herausragenden Persönlichkeiten eine große Bühne zu bieten, die auch eine wichtige Wertschätzung darstellt“, sagte Heinrich.

TV-Hinweise

  • ORF2 überträgt die Romy-Gala am Samstag, 16. April, ab 21.10 Uhr live.
  • Die Preisverleihung der Akademie-Romy wird am Freitag, 15. April, um 21.40 Uhr in ORF III zu sehen sein.

Bereits zwei Tage vor der Gala in der Wiener Hofburg werden die Kreativen hinter der Kamera geehrt. Neben diversen Fachkategorien steht bei den Romy-Akademiepreisen auch heuer eine Auszeichnung für das Lebenswerk an. Diese Platin-Romy geht an die deutsche Filmproduzentin Regina Ziegler.

Hallervordens Eklat

Der österreichische Film- und Fernsehpreis für den deutschsprachigen Raum wird heuer bereits zum 27. Mal von der Tageszeitung „Kurier“ veranstaltet. Erstmals vergeben wurden die Preise 1990. Eine Romy gewann damals unter anderen ORF-Legende Hugo Portisch, der als bester Kommentator prämiert wurde.

„Habe ein bisschen hyperventiliert“

Die erstmals nominierte Julia Cencig hat „ein bisschen hyperventiliert“, als die Mail der Jury kam. Für Hans Bürger ist die Nominierung „ein ganz neues Gefühl“.

Die Gala war immer wieder von Eklats überschattet. Im Vorjahr etwa erklärte der deutsche Schauspieler Didi Hallervorden in seiner Dankesrede, er führe die Romy „heim ins Reich“. Der Sager sorgte für heftige Kritik, unter anderen von Andre Heller, der 2015 die Romy für sein Lebenswerk erhielt. Im Jahr 2006 gerieten Romy-Preisträger Moritz Bleibtreu und Comedian Alex Scheurer aneinander, als Bleibtreus nach der Verleihung verschwundene Statuette bei der Aftershowparty an Scheurers Tisch auftauchte.

Ein Heiratsantrag und eine Romy aus Holz

Für Rührung sorgte 1994 der deutsche Schauspieler Wolfgang Fierek, der seine Dankesrede nutzte, um seiner Freundin einen Heiratsantrag zu machen. 1998 überreichte Otto Schenk dem ORF-Opernexperten Marcel Prawy zum Gaudium des Publikums die Romy im Plastiksackerl. Die Übergabe war eine Anspielung auf Prawys Gewohnheit, Unterlagen in Einkaufssackerln zu transportieren.

Die Romy-Statuette ist 30,5 Zentimeter hoch, wiegt etwa drei Kilogramm und mit 24 Karat Gold überzogen. Eine anders beschaffene Romy wurde zum ersten und bisher einzigen Mal im Jahr 1995 vergeben: Damals wurde Reginald von Ravenhorst, der tierische Hauptdarsteller der Krimiserie „Kommissar Rex“, mit einem Ehrenpreis aus Holz bedacht.

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