Zwei schwerverletzte Schüler bei Maturatumulten in Köln
Bei den seit Tagen anhaltenden gewalttätigen Tumulten feiernder Oberstufenschüler im deutschen Köln sind gestern Abend zwei 18-Jährige schwer verletzt worden. Die jungen Männer kamen nach Angaben eines Polizeisprechers von heute zu Schaden, als einander vermutlich 200 Jugendliche aus rivalisierenden Schülergruppen an einem Gymnasium mit Gegenständen bewarfen. Eine 18-jährige Schülerin wurde leicht verletzt.
Nach Angaben des Polizeisprechers bewarfen einander die Jugendlichen dabei anscheinend mit Eiern, Farbbeuteln und Wasserbomben. Vermutlich seien auch gefährlichere und härtere Geschoße im Spiel gewesen, sagte er. „Anders sind die schweren Verletzungen nicht zu erklären.“ Die beiden Schwerverletzten lagen heute noch im Krankenhaus.
Spezielle Ermittlungsgruppe
Die Polizei kündigte nach einem Krisengespräch mit Vertretern der Staatsanwaltschaft und der Stadtverwaltung an, ihre Präsenz an neuralgischen Punkten wie den Schulen ab heute Abend noch einmal zu erhöhen. „Wir werden uns mit noch stärkeren Kräften im Einsatzraum aufstellen“, sagte der Sprecher. Die Kriminalpolizei habe außerdem eine spezielle Ermittlungsgruppe gebildet, um Straftaten im Umfeld der Feiern aufzuklären.
Nach dem neuen Vorfall von gestern Abend ermitteln die Beamten wegen Landfriedensbruchs, gefährlicher Körperverletzung und Verstößen gegen das Waffengesetz. Bereits in der Nacht auf gestern hatten randalierende Oberstufenschüler in Köln 15 Polizeieinsätze ausgelöst. Dabei ging es unter anderem um Sachbeschädigungen und Körperverletzungen.