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Bezos überholt Buffett

Auch wenn der Spitzenplatz auf der „Forbes“-Liste der Superreichen mit Microsoft-Mitbegründer Bill Gates (60) noch gleich besetzt ist, hat sich in den Top Ten der Milliardäre im Vergleich zum Vorjahr doch einiges bewegt. Vor allem die beiden Internetunternehmer Facebook-Chef Mark Zuckerberg (32) und Amazon-Chef Jeff Bezos (52) mischten die Liste auf.

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Beide schafften es laut den Angaben erstmals in die Top Ten. Zuckerbergs Vermögen stieg den Schätzungen von „Forbes“ zufolge auf aktuell 54 Mrd. Dollar (48 Mrd. Euro). Damit verbesserte er sich um elf Plätze, erreicht aktuell Rang fünf und zählt zu den größten diesjährigen Gewinnern.

Noch steiler ist der Aufstieg von Tech-Unternehmer Jeff Bezos im Vergleich zum Vorjahr. Er erhöhte laut „Forbes“ seinen Reichtum auf mehr als 66 Milliarden Dollar und liegt damit aktuell auf Platz drei. Im Juli, nachdem sein Unternehmen Amazon einen Rekordquartalsgewinn vermeldet hatte, zog Bezos sogar an Starinvestor Warren Buffett vorbei.

„Forbes“-Liste

Die Liste der Milliardäre des US-Magazins „Forbes“ erscheint auf Basis der Schätzungen der Redaktion einmal pro Jahr, wird online aber laufend aktualisiert. Bewertet werden Vermögenswerte wie Aktien, Immobilien, Kunstgegenstände und Luxusgüter wie Yachten.

Obwohl das Vermögen von Gates den Schätzungen von März zufolge um 4,2 Mrd. Dollar zurückging, bleibt der Microsoft-Mitgründer mit 75 Mrd. Dollar unangefochten an der Spitze des Rankings. Den Spitzenplatz führte er in 17 der letzten 22 Jahre an.

Slim größter Verlierer

Den Sprung auf Platz zwei schaffte der spanische Zara-Modemagnat Amancio Ortega (79). Mit einem Vermögenszuwachs um 2,5 auf 67 Mrd. Dollar - Stand März - überholte er den US-Starinvestor Warren Buffett (60,8 Mrd. Dollar) und den mexikanischen Telekom-Boss und Mehrheitseigentümer der Telekom Austria, Carlos Slim (76). Slim, der schon in den vergangenen Jahren in der Liste nach hinten rutschte, zählt auch heuer wieder zu den größten Verlierern unter den Superreichen. „Forbes“ schätzt, dass Slims Vermögen um 27,1 Mrd. Dollar zurückging und noch bei 50 Mrd. Dollar liegt.

Mateschitz bleibt reichster Österreicher

Dietrich Mateschitz, dem 49 Prozent an Red Bull gehören, hingegen baute sein Vermögen weiter aus. Er bleibt mit 13,2 Mrd. Euro weiterhin reichster Österreicher, schaffte es in dem weltweiten Ranking vom 116. Platz aber nun auch auf den 64. Platz unter die 100 reichsten Menschen der Welt.

Zweitreichster Österreicher ist der Gründer des Glücksspielkonzerns Novomatic, Johann Graf, mit acht Mrd. Dollar (Platz 144). An 638. Stelle liegt die Kaufhauserbin Heidi Horten mit 2,7 Mrd. Dollar. Der gebürtige Linzer Helmut Sohmen schafft es als Großreeder in Hongkong mit seinen 2,3 Mrd. Dollar als 771. noch unter die reichsten tausend. Ebenfalls auf der „Forbes“-Liste stehen Andritz-Chef Wolfgang Leitner (Rang 1.198, 1,5 Mrd. Dollar) und L’Occitane-Eigentümer Reinold Geiger mit 1,3 Mrd. Dollar auf Rang 1.367.

Weniger Milliardärinnen

Das US-Magazin stellte sowohl bei der Zahl der Milliardäre als auch bei deren Vermögen einen Rückgang im Vergleich zum vergangenen Jahr fest. Weltweit gibt es derzeit 1.810 Milliardäre - 16 weniger als bei der letzten „Forbes“-Liste. Das Vermögen der Superreichen schrumpfte von 7,05 auf 6,48 Billionen Dollar. 198 neue Milliardäre wurden in die Liste aufgenommen. Der Großteil von ihnen kommt aus China, gefolgt von Amerikanern und Deutschen. Die Liste ist zudem männlicher geworden. Der Anteil der Frauen unter den Superreichen sank von 197 auf 190.

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