Bäume blühen zu früh
Die folgenden Tage und damit auch das anstehende Wochenende zeigen den ohnehin schon durchwachsenen Winter erneut wechselhaft: Zu Regen und Schnee kommt lebhafter Wind, die Temperaturen steigen dabei auf bis zu zehn Grad. Dicke Jacken und Mäntel können zwar daheim gelassen werden, Leidtragende des Wetters bleiben aber vor allem Allergiker.
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Diese mussten schon vor Weihnachten vergangenen Jahres über Hustenreiz und laufende Nasen klagen. Das jedoch nicht etwa aufgrund eines grippalen Infekts, sondern ob der für die Jahreszeit ungewöhnlich milden Temperaturen, die so manche Pflanze in den Glauben versetzen, es sei Frühling und damit Zeit zu blühen.
Waren im Dezember allerdings nur äußerst sensible Menschen in unmittelbarer Nähe einer pollenverstäubenden Pflanze von allergischen Reaktionen betroffen, startete Anfang Februar die Pollensaison quasi offiziell.
Kein typisches Winterwetter
Das ist gut einen Monat zu früh, schlagen besagte Bäume für gewöhnlich doch erst Anfang März aus. Betroffen sind all jene, die auf die Pollen von Erle und Hasel allergisch reagieren, aber auch Eiben- und Zypressengewächse stäuben dem Österreichischen Pollenwarndienst zufolge. Am stärksten sei die Belastung im Osten und im Süden Österreichs, so der Pollenflugdienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Ideale Voraussetzungen für Pollenflug sind Temperaturen ab etwa zehn Grad sowie trockene Luft. Bei Niederschlag welcher Art auch immer können Allergiker aufatmen. Dann nämlich gibt es keinen Pollenflug.
Sonne und Regen
Das Wochenende wird wieder teils sonnig, teils unbeständig. Sonne und Wolken wechseln einander am Samstag ab, die meisten Sonnenstunden gibt es diesmal in der Mitte Österreichs zwischen Innsbruck und Linz. Länger trüb ist es besonders im Osten und Südosten.
Die Nacht auf Sonntag wird im Bergland und im Süden feucht mit Regen und Schnee. Tagsüber ist es länger trocken, bevor es am Nachmittag in Tirol, Salzburg, Kärnten und im Südwesten der Steiermark erneut zu regnen und schneien beginnt. Schnee gibt es oberhalb von 600 bis 1.200 Meter Höhe. Ab und zu kann überall die Sonne durchkommen, längere sonnige Phasen sind vom Innviertel bis zum Nordburgenland zu erwarten - mehr dazu in wetter.ORF.at.
Lawinengefahr nicht gebannt
Viel Wind und Neuschnee sorgen dafür, dass es derzeit abseits der Pisten besonders gefährlich ist - problematisch sind vor allem steile Hänge und Übergänge von viel Schnee zu wenig Schnee. Ist das Fundament der Schneedecke sehr schwach, können ausgelöste Lawinen auch sehr groß werden. Erst letzten Samstag waren in Tirol 17 tschechische Wintersportler verschüttet worden, fünf von ihnen konnten nur noch tot geborgen werden.
In den nächsten Tagen soll die Störanfälligkeit des sogenannten Triebschnees im Gebirge zwar leicht zurückgehen, in höheren Lagen bleibt die Lawinengefahr in Salzburg und Tirol aber der ORF-Wetterredaktion zufolge erheblich - mehr dazu in tirol.ORF.at. Und auch in den restliche alpinen Bundesländern ist sie noch nicht gebannt. Wer Skifahren möchte, sollte also abseits der Pisten Vorsicht walten lassen.
Mit dem Beginn der Semesterferien in Oberösterreich melden indes die Skigebiete in dem Bundesland gute Bedingungen: Der Großteil der Lifte fährt, die meisten Pisten sind weiß. Die Betreiber sind trotz einer bisher durchwachsenen Saison optimistisch - mehr dazu in ooe.ORF.at.
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