Pensionen: ÖGB verlangt Beitrag von Wirtschaft
Der Österreichische Gewerkschaftsbund (ÖGB) verliert in Sachen Pensionsreform die Geduld und verlangt von der Wirtschaft, einen Beitrag zu leisten. Weitere Einschnitte aufseiten der Arbeitnehmer lehnte der Leitende ÖGB-Sekretär Bernhard Achitz heute im Gespräch mit der APA ab.
Die von der Wirtschaft geforderten Reformen wie etwa die Pensionsautomatik sind für Achitz nicht diskussionswürdig. Alle Reformen in den letzten Jahren hätten dazu geführt, dass die Arbeitnehmer später in Pension gehen und weniger Geld bekommen. Damit müsse jetzt Schluss sein. Jetzt sei es Zeit, „dass die Wirtschaft ihren Beitrag leistet, damit die Menschen länger in Beschäftigung bleiben können“, sagte der Leitende ÖGB-Sekretär.
Nachdenken sollte man nach Ansicht Achitz’ etwa über eine Ausdehnung des Kündigungsschutzes, wenn die Betriebe die Menschen nicht länger beschäftigen. Immer noch würden Betriebe versuchen, ältere Mitarbeiter möglichst bald loszuwerden. In anderen Ländern, wie etwa in Deutschland, sei der Kündigungsschutz viel ausgeprägter.
Überlegen sollte man auch einen Schwerarbeitsbeitrag von Betrieben, die ihren Mitarbeitern Schwerarbeit abverlangen. Man könne nicht erwarten, dass Schwerarbeiter bis 65 arbeiten, argumentierte Achitz. Weiters schlägt er vor, den ab 2018 geplanten Bonus-Malus für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer vorzuziehen.