Jeder vierte Todesfall in EU durch Krebs verursacht
Jeder vierte Todesfall in der EU ist durch Krebs verursacht. Nach Eurostat-Daten von heute waren es 2013 26 Prozent. Spitzenreiter war Slowenien mit einer Rate von 32 Prozent an krebsverursachten Todesfällen, positives Schlusslicht war Bulgarien mit nur 17 Prozent. Österreich lag mit 26 Prozent genau im EU-Durchschnitt.

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/Eurostat
Fast 40 Prozent unter 65
In absoluten Zahlen starben 1,296.902 Menschen an Krebs. Die höchste Zahl wurde in Deutschland mit 224.386 registriert - gefolgt von Italien (168.144), Großbritannien (161.645), Frankreich (155.986) und Spanien (107.136). Bei den unter 65-Jährigen liegt die Todesrate durch Krebs im EU-Durchschnitt bei 37 Prozent, Österreich ist mit 38 Prozent knapp darüber. Bei den über 65-Jährigen sinkt die Quote auf 23 Prozent (Österreich ebenfalls 23).
Lungenkrebs am häufigsten
Nach Krebsarten ist Lungenkrebs die häufigste Ursache für Todesfälle. In der EU sind es 21 Prozent, wobei der Anteil der Männer mit 26 Prozent deutlich über dem der Frauen (15 Prozent) rangiert. Österreich kommt auf eine Todesrate durch Lungenkrebs von 18 Prozent (22 Prozent Männer und 14 Prozent Frauen).
Auf Dickdarmkrebs entfallen im EU-Durchschnitt zwölf Prozent der Todesfälle, wobei das auf Frauen und Männer gleichermaßen zutrifft. In Österreich sind es elf Prozent (gesamt sowie für Frauen und Männer). Dann folgt Brustkrebs (nur Frauen) mit sieben Prozent in der EU sowie auch in Österreich. Bauchspeicheldrüsenkrebs folgt mit sechs Prozent in der EU (sechs Prozent Männer und sieben Prozent Frauen). Österreich kommt hier auf sieben Prozent (sieben Prozent Männer und acht Prozent Frauen).
Bei Prostatakrebs ist die EU-Todesrate sechs Prozent, so auch in Österreich. Auffällig ist, dass Schweden mit elf Prozent an der Spitze negativ herausragt. Die geringsten Prostatakrebs-Todesfälle weisen Luxemburg, Malta, die Niederlande und Rumänien mit je nur vier Prozent auf.