Le Pen: „Euro-skeptische Parteien werden regieren“
Die Chefin der französischen Front National, Marine Le Pen, ist der Ansicht, dass die Parteien der Rechtsaußenfraktion „Europa der Nationen und der Freiheiten“ (ENF), zu der auch die FPÖ gehört, „nicht ewig in der Opposition“ bleiben werden. „Es gehört zur Zukunft, dass die ENF-Parteien in den jeweiligen Ländern regieren werden“, versicherte Le Pen bei dem ENF-Treffen heute in Mailand.
„Wir führen einen schwierigen Kampf gegen die Parteien, die sich miteinander verbünden. Doch Jahr für Jahr vertrauen uns unsere Bürger immer mehr. Dass wir an die Macht kommen, ist Ziel der Zukunft. Der einzige Verbündete, den wir brauchen, ist das Volk“, versicherte Le Pen bei einer Pressekonferenz am Ende des zweitägigen Treffens, an dem auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache teilnahm.
Gegen Makroregion Alpen
Von der am vergangenen Montag in Slowenien aus der Taufe gehobenen Makroregion Alpen hält Le Pen im Gegensatz zu der mit ihrer Partei in Brüssel verbündeten Lega Nord wenig. „Ich glaube an die Nationen. Die Nation ist nicht nur eine territoriale Einrichtung, sie besteht aus Geschichte, Kultur und Vielfältigkeit. Es können zwar Formen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bestehen, doch die Nation, die die Souveränität hält, ist die beste Struktur, um unsere Völker zu schützen“, meinte Le Pen. Ein „Europa der Nationen“ sei das ENF-Projekt.
„Jedes Volk soll bei sich zu Hause bestimmen. Das verhindert nicht die Zusammenarbeit und die Entwicklung gemeinsamer Projekte“, meinte Le Pen.