Tausende Flüchtlinge in Griechenland angekommen

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In Griechenland sind über die Feiertage erneut Tausende Flüchtlinge angekommen: Am ersten Weihnachtstag sind im Hafen von Piräus rund 1.700 Migranten und Flüchtlinge angekommen. Seit Montag erreichten 12.000 Schutzsuchende die griechische Stadt, wie die Küstenwache gestern mitteilte.

Fast alle Flüchtlinge waren zuvor von der Türkei auf die griechischen Inseln Lesbos, Chios und Samos übergesetzt. Das UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) hatte Anfang der Woche mitgeteilt, dass seit Jahresbeginn mehr als 800.000 Menschen über die Ägäis von der Türkei nach Griechenland gekommen sind.

Weniger Menschen kommen über das Mittelmeer

Die italienische Küstenwache rettete unterdessen 751 Bootsflüchtlinge. Sie seien bei insgesamt sechs Einsätzen gerettet worden, teilte die Küstenwache auf Twitter mit. Insgesamt wurden damit seit Anfang der Woche mehr als 2.100 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer zwischen Nordafrika und Italien geborgen. Nach Angaben von UNHCR haben heuer 150.000 Flüchtlinge auf dem Seeweg Italien erreicht. 2014 waren es 170.000.

Flüchtlinge stürmen auf spanisches Gebiet

Bei einem Ansturm auf die Grenzanlagen von Ceuta sind in der Weihnachtsnacht 185 Afrikaner von Marokko auf das Gebiet der spanischen Nordafrika-Exklave gelangt. Zwei Flüchtlinge kamen bei der Aktion ums Leben. Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE berichtete, nutzten die Flüchtlinge es aus, dass die Grenze wegen der Weihnachtsfeiertage weniger streng bewacht worden war.

Der Massenansturm - einer der größten seit mehreren Monaten - ereignete sich in den frühen Morgenstunden vor Sonnenaufgang. Nach Informationen der Zeitung „El Faro“ (Ceuta) kletterte ein Teil der Flüchtlinge von marokkanischem Gebiet aus über die Grenzzäune, ein anderer Teil schwamm im Meer um die Grenzbefestigungen herum.

Etwa 30 Flüchtlinge hätten sich bei dem Massenansturm verletzt, berichtete das Blatt. Die zu Spanien gehörende Stadt in Nordafrika hat 85.000 Einwohner und liegt an der Meerenge von Gibraltar.