Richter bezeichnen Staatsschutzgesetz als „Mogelpackung“

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Die Richtervereinigung ist mit dem aktuellen Entwurf zum Staatsschutzgesetz unzufrieden. Präsident Werner Zinkl kritisiert vor allem die fehlende Einbindung der Gerichtsbarkeit.

„Ich verstehe nicht, was dagegen spricht, das Ganze einer wirklichen gerichtlichen Kontrolle zu unterziehen“, sagte er am heute. Zinkl sieht in dem Gesetzesentwurf eine „Mogelpackung“.

Der Rechtsschutzbeauftragte habe zwar eine richterliche Ausbildung, sei aber nicht als Richter tätig, kritisiert Zinkl. „Dort wo Richter drauf steht, sollte auch Gericht drin sein“, meint er. Immerhin gehe es beim Staatsschutz um erhebliche Grundrechtseingriffe.

Schieder Änderungen gegenüber aufgeschlossen

Auch SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder hat sich heute vor dem Ministerrat offen für Änderungen am geplanten Staatsschutzgesetz gezeigt. Die parlamentarische Diskussion stehe nun bevor, sagte er. „Die bessere Idee ist der Feind der guten Idee.“ SPÖ und ÖVP hätten letztlich einen brauchbaren Entwurf auf den Tisch gelegt, betonte Schieder.

Zahlreiche Fragen offen

Das neue Staatsschutzgesetz soll klare Verhältnisse für den Verfassungsschutz und damit auch den Kampf gegen Terror bringen. Die Einigung darauf hatte die Regierung überraschend am Sonntag präsentiert. Ermittlerbefugnisse werden mit dem neuen Gesetz gebündelt, das Bundesamt für Terrorismus und Verfassungsschutz (BVT) aufgewertet, es soll aber auch mehr Rechtsschutz geben, versicherte die Regierung.

Die Opposition zeigt sich skeptisch abwartend, es ist die Rede von „Giftzähnen“ in dem Gesetz und vom Schielen auf Schlagzeilen als Triebfeder für den Beschluss. Auf jeden Fall sind viele Fragen offen.

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