Kerry in Israel: Friedensgespräche kein Thema

US-Außenminister John Kerry hat zu Beginn von Nahost-Gesprächen in Israel eine neue Welle palästinensischer Anschläge als „Akte des Terrorismus“ verurteilt. Bei einem Gespräch mit dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu zeigte sich Kerry heute besorgt über den jüngsten Ausbruch der Gewalt.

John Kerry und Benjamin Netanjahu

Reuters/Atef Safadi

Kerry wollte zudem Israels Staatspräsidenten Reuven Rivlin und den Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas treffen. Vor seinem Besuch schraubte er die Erwartungen allerdings deutlich herunter. Kerry werde sich nicht für eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche einsetzen, hieß es aus dem US-Außenministerium. Die Verhandlungen zwischen Israel und den Palästinensern waren im April 2014 zusammengebrochen.

Kurz vor Beginn seiner Gespräche kam es im Westjordanland zu einem neuen Anschlag. Vier israelische Sicherheitskräfte wurden verletzt, als ein Palästinenser sie mit seinem Auto rammte. Ein Auslöser der jüngsten Gewaltwelle mit mehr als hundert Toten ist ein Streit um Besuchs- und Gebetsrechte auf dem Tempelberg in Jerusalem.