Subway-Pressesprecher wegen Pädophilie verurteilt
Der langjährige Pressesprecher der US-Sandwichkette Subway ist wegen Kindesmissbrauchs und Besitzes von Kinderpornos zu mehr als 15 Jahren Haft verurteilt worden.
Der in den USA durch seine Werbeauftritte bekannte Jared Fogle wurde gestern vor einem Bundesgericht in Indianapolis wegen bezahlten Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen und Verbreitung von Kinderpornos verurteilt, wie das US-Justizministerium mitteilte.
Die Sandwichkette Subway trennte sich nach Bekanntwerden des Skandals von Fogle. Seine Frau reichte die Scheidung ein.
Früheres Werbegesicht der Fast-Food-Kette
Fogle war mehr als zehn Jahre lang das Werbegesicht der Fast-Food-Kette, die 44.000 Restaurants in 110 Ländern in aller Welt betreibt. Berühmt wurde er als der „Sandwich-Typ“, nachdem er behauptet hatte, er habe als College-Schüler 90 Kilo abgenommen, weil er sich in den Subway-Filialen gesund ernährt habe.
Die Polizei war auf den 38-jährigen zweifachen Vater Fogle gestoßen, nachdem sein Bekannter Russell Taylor, ehemaliger Chef von Fogles Wohltätigkeitsorganisation, als Pädophiler überführt worden war.
Prostituierte sollten ihm junge Mädchen liefern
Taylor hatte Kinder zwischen neun und 16 Jahren mit Alkohol, Drogen und Geld für sexuelle Handlungen gefügig gemacht und mit versteckten Kameras gefilmt. SMS führten die Ermittler zu Fogle. Fogle war an der Herstellung der Filme zwar nicht direkt beteiligt, räumte aber ein, sie erhalten und nichts zum Schutz der Kinder unternommen zu haben.
Zudem gestand Fogle, erwachsenen Prostituierten „Finderlohn“ gezahlt zu haben, damit sie ihn mit minderjährigen Mädchen bekanntmachten. Darunter waren zwei Jugendliche im Alter von 16 und 17 Jahren, die er für Sex bezahlte. Zusätzlich zu der Gefängnisstrafe muss Fogle 14 Opfern insgesamt 1,4 Millionen Dollar (1,3 Mio. Euro) Entschädigung zahlen.