Beamtengehälter steigen 2016 um 1,3 Prozent
Die Beamtengehälter steigen mit 1. Jänner 2016 um 1,3 Prozent. Darauf haben sich Regierung und Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) gestern Abend schon in der dritten Verhandlungsrunde nach rund zwei Stunden geeinigt. Das teilten Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP), Staatssekretärin Sonja Steßl (SPÖ) und GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer mit.
Sowohl Neugebauer als auch Schelling verwiesen darauf, dass das Ergebnis über der Inflation von 1,06 Prozent liege. Vom Wirtschaftswachstum hätten die Beamten damit gut ein Drittel lukriert, daher sprach der GÖD-Vorsitzende von einem „guten Ergebnis“. Ausdrücklich gelobt wurde von allen Seiten das gute Gesprächsklima.
Belastungen durch Flüchtlingskrise
Schelling bezeichnete es als „fair und richtig“, dass die aktiven Beamten auch geringfügig über der Pensionserhöhung von 1,2 Prozent liegen. Budgetär sei dafür vorgesorgt. Dem Vernehmen nach kostet der Abschluss den Bund rund 130 Millionen Euro.
Steßl sieht in dem Abschluss eine Brücke zwischen den budgetären Rahmenbedingungen und der Wertschätzung für die öffentlich Bediensteten, die durch die Flüchtlingskrise jetzt besonders belastet seien. Auch Neugebauer meinte, dass damit die Flüchtlingsproblematik anerkannt worden sei.
Von der Gehaltserhöhung profitieren rund 131.000 Bedienstete des Bundes, 7.000 in ausgegliederten Bereichen (ohne Post) und 66.000 Landeslehrer direkt. Indirekt profitieren zusätzlich rund 260.000 Beschäftigte bei den Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden, weil diese sich zumeist am Bundesabschluss orientieren oder diesen übernehmen.