Weltweit jährlich 1,25 Millionen Verkehrstote
Die Zahl der Verkehrstoten ist weltweit trotz der Zunahme von Fahrzeugen seit Jahren konstant. Seit 2007 kommen jährlich 1,25 Millionen Menschen durch Unfälle ums Leben, wie aus einer heute in Genf veröffentlichten Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hervorgeht. Der seit Jahren vorhergesagte Anstieg der Todesfälle im Straßenverkehr sei nicht eingetreten, so die WHO.
Kluft zwischen armen und reichen Ländern
Anstrengungen für mehr Verkehrssicherheit würden offenbar Früchte tragen. Doch in Ländern, die dafür kein Geld haben, gibt es viel mehr Verkehrstote als in reichen Staaten. Die Kluft zwischen armen und reichen Ländern wird beim Vergleich der Statistik der Verkehrstoten pro 100.000 Einwohner besonders deutlich: Im hochmotorisierten Deutschland waren es im Jahr 2013 laut WHO-Bericht 4,3, in Österreich im Schnitt 5,4 Tote pro 100.000 Einwohner.
Im westafrikanischen Liberia waren es hingegen 33,7 - gemessen an der Einwohnerzahl also fast achtmal so viele Todesopfer, obwohl sich dort viel weniger Menschen ein Auto leisten können.
Heuer Anstieg in Österreich
Zu den „Klassenbesten“ unter den europäischen Ländern gehören Schweden mit 2,4 Verkehrstoten auf 100.000 Einwohner, die Schweiz (3,3), die Niederlande (3,4) und Spanien (3,7). Mehr Unfalltote als in Österreich (5,4) gab es laut der Studie unter anderem auf den Straßen Italiens (6,1) sowie Griechenlands (9,1) und Polens (10,3). In China fielen dem Straßenverkehr 2013 statistisch gesehen 18,8 von 100.000 Einwohnern zum Opfer, in den USA waren es 10,6.
In Österreich wird für heuer erstmals seit Jahren wieder ein Anstieg der Zahl der Verkehrstoten erwartet. Bis 18. Oktober starben hierzulande insgesamt 392 Menschen im Straßenverkehr. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 360, 2013 starben bis Mitte Oktober insgesamt 377 Menschen.
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