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Rot-Grün weiter möglich

Die SPÖ hat laut Hochrechnungen die Gemeinderatswahl doch klar gewonnen: Mit 39,5 Prozent bleibt sie deutlich vor der FPÖ mit 31 Prozent. Die ÖVP verliert deutlich, die Grünen leicht. NEOS wird im Gemeinderat vertreten sein.

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Die Grünen erreichen 11,6 Prozent und verlieren damit leicht. Die ÖVP kommt auf 9,2 Prozent und muss damit eine herbe Niederlage einstecken. NEOS zieht mit 6,2 Prozent in den Gemeinderat ein. Die aktuelle Hochrechnung beruht auf rund 97 Prozent der Stimmen. Die Wahlumfrage hatte noch ein ganz anderes Bild gezeichnet - da war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPÖ und FPÖ vermutet worden. Allerdings schaffte es die FPÖ in zwei Bezirken - Floridsdorf und Simmering - zur stärksten Kraft zu werden.

Hochrechnung 19.45 Uhr

SORA/ORF

Rot-Grün und Rot-Schwarz möglich

In Mandaten bedeutet das 44 für die SPÖ, 34 für die FPÖ, sieben für die ÖVP, zehn für die Grünen und fünf für NEOS. Mit der erwarteten Verteilung ist eine Fortsetzung von Rot-Grün in Wien möglich. Der Hochrechnung zufolge ist neben der rot-grünen aber auch eine rot-schwarze Koalition möglich.

Das Bündnis Wien ANDAS erreicht 1,2 Prozent, die multikulturelle Liste Gemeinsam für Wien (GFW) 1,0 Prozent. Beide Fraktionen schafften damit erwartungsgemäß nicht den Einzug in den Gemeinderat.

Die Ergebnisse der ausgezählten Sprengel - ohne Wahlkarten

Häupl mit „Respekt und Demut“

SPÖ-Chef Bürgermeister Michael Häupl meinte in einer ersten Reaktion, er freue sich nicht über ein Minus, habe aber „Respekt und Demut vor dem Ergebnis“. Er könne unter diesen Bedingungen gut damit leben. Die Flüchtlingsfrage sei nicht sein Wunschthema gewesen. Häupl will mit allen Parteien im Gemeinderat reden. „Dann werden wir weitersehen.“ Auch mit den Freiheitlichen will der SPÖ-Chef sprechen - „aber nicht über eine Regierungsbeteiligung“. Das Wahlergebnis sei "kein Auftrag, so weiterzumachen wie bisher“. Die SPÖ müsse verändert werden - mehr dazu in wien.ORF.at.

TV-Hinweis

ORF2 berichtet mehr als sechs Stunden lang live vom Wahlgeschehen, alle Sendungen sind auch im Livestream in tvthek.ORF.at zu sehen - mehr dazu in tv.ORF.at.

Strache zufrieden

FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache zeigte sich trotz des laut erster Hochrechnung doch deutlichen Abstands zur SPÖ recht zufrieden. Man habe den ersten Platz nicht erreicht, aber das historisch beste Resultat eingefahren. „Das kann man nicht kleinreden“, so Strache. Er sei keineswegs enttäuscht, er habe eine „ehrliche Freude“.

Er rechnete außerdem mit der Sperrminorität im Landtag. Es wäre schön gewesen, wenn es zu einem rot-blauen Kopf-an-Kopf-Rennen gekommen wäre, so Strache. Angesichts der ersten Hochrechnung prophezeite er allerdings eine „rot-grüne Leidensverlängerung“ - mehr dazu in wien.ORF.at.

Vassilakou will Koalition fortsetzen

„Der Abend ist noch jung. Ein Mandat kann noch zu den Grünen wandern“, sagte die grüne Spitzenkandidatin Maria Vassilakou. Sie hatte im Vorfeld angekündigt, bei Verlusten zurückzutreten. Ob sie das jetzt wirklich tut, wollte sie zunächst nicht sagen. „Rot-Grün hat eine stabile Mehrheit“, sagte Vassilakou. Viele Grün-Wähler seien dem „Scheinduell“ auf den Leim gegangen: Die SPÖ habe von den Grünen Stimmen „geliehen“ bekommen.

Vassilakou steht für eine Fortsetzung von Rot-Grün bereit. Das sei die einzige stabile Variante, weil Häupl Rot-Blau ausschließe, sagte Vassilakou. Rot-Schwarz wäre mit 51 Mandaten und damit nur einem Mandat Überhang eine Wackelkoalition - mehr dazu in wien.ORF.at.

„Schmerzliches“ ÖVP-Ergebnis, NEOS happy

Das Ergebnis sei schmerzlich, sagte ÖVP-Spitzenkandidat Manfred Juraczka. Das Duell sei „hochgeschrieben“ und durch Umfragen „befeuert“ worden. Das hätten SPÖ und FPÖ genutzt, um „Wählerstimmen zu maximieren“. Für Zukunftsthemen sei daher kein Platz geblieben - mehr dazu in wien.ORF.at.

NEOS-Spitzenkandidatin Beate Meinl-Reisinger zeigte sich überglücklich. „Wir sind die Gewinner des Abends, weil wir am meisten dazugewonnen haben. Keine leichte Ausgangssituation, kein leichtes Themensetting.“ Mit fünf von 100 Mandaten im Gemeinderat will sie Oppositionspolitik betreiben. „Ich habe im Parlament bewiesen, dass ich das sehr gut kann“ - mehr dazu in wien.ORF.at.

Das Ergebnis von 2010

Bei der Wahl 2010 hatte die SPÖ noch 44,3 Prozent erreicht, die FPÖ lag damals bei 25,8 Prozent. Die ÖVP belegte den dritten Platz mit 14 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 12,6 Prozent.

Ergebnis der Wiener Landtagswahl 2010

ORF

Das Ergebnis brachte bekanntermaßen eine rot-grüne Koalition in Wien.

Mandatsverteilung 2010

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In der ablaufenden Legislaturperiode hat je ein Abgeordneter die ÖVP und die Grünen verlassen. Diese Abgeordneten werden vom Landtag als klubungebundene Mandatare geführt.

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