Seit 2013 in russischem Asyl
Die US-Regierung hat eine Begnadigung des Geheimdienstenthüllers Edward Snowden erneut abgelehnt. Eine von mehr als 167.000 Menschen unterzeichnete Petition, die Gnade für Snowden fordert, beschied das Weiße Haus Ende Juli negativ.
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Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter habe vertrauliche Informationen gestohlen und die Sicherheit der Vereinigten Staaten aufs Spiel gesetzt, schrieb Lisa Monaco, Anti-Terror-Beraterin von Präsident Barack Obama, in ihrer Antwort. Über das Schicksal Snowdens müsse ein Geschworenengericht in den USA entscheiden.
An geheimem Ort in Russland
Snowden „läuft vor den Folgen seines Handelns davon“ und „versteckt sich mit dem Schutz eines autoritären Regimes“, sagte Monaco. In der Petition wurde Snowden als „Nationalheld“ bezeichnet, den Obama umgehend begnadigen sollte.
Snowden hält sich seit 2013 an einem geheimen Ort in Russland auf, das ihm politisches Asyl gewährte. Die US-Justiz sucht den 32-Jährigen mit einem internationalen Haftbefehl und wirft ihm unter anderem Spionage vor.
2013 Unterlagen an Medien übergeben
Snowden war über das Beratungsunternehmen Booz Allen Hamilton als externer Computerexperte für den US-Geheimdienst NSA tätig gewesen und hatte sich vertrauliche Informationen über die Spähprogramme von den Servern des US-Geheimdienstes herunterladen können. 2013 setzte er sich nach Hongkong ab, wo er dann die Unterlagen Medien zuspielte.
Die Enthüllungen brachten einen massiven Überwachungsapparat ans Licht: Die NSA späht nicht nur im großen Stil die Telefon- und Internetkommunikation von Menschen in aller Welt aus, sondern nahm über mehrere Jahre auch Spitzenpolitiker befreundeter Staaten ins Visier.
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