UNO-Kommando kritisiert Nordkorea wegen Minenexplosion
Das UNO-Kommando (UNC) und Südkorea haben Nordkorea für die Verletzung zweier südkoreanischer Soldaten durch eine Landminenexplosion an der Grenze verantwortlich gemacht.
Eine Untersuchung von UNC-Mitgliedern habe ergeben, dass Nordkoreas Volksarmee die Minen "entlang einer bekannten südkoreanischen Patrouillenroute im südlichen Teil der entmilitarisierten Zone (DMZ) verlegt" habe, teilte das UNC heute mit.
Südkorea droht mit Vergeltung
Das von den USA angeführte Kommando warf Nordkorea eine Verletzung des Waffenstillstandsabkommens von 1953 vor. Südkorea drohte mit militärischer Vergeltung.
Generalmajor Koo Hong Mo sagte in Seoul: „Wie wir bereits bei früheren Zwischenfällen gewarnt haben, wird unser Militär dafür sorgen, dass Pjöngjang für seine Provokationen zahlen wird.“ Zu möglichen Maßnahmen sagte er nichts. Er rief Nordkorea auf, die Verantwortlichen zu bestrafen.
Bei Patrouille auf Mine getreten
Die beiden Soldaten befanden sich laut südkoreanischen Angaben auf einem Kontrollgang in der entmilitarisierten Zone zwischen beiden Ländern, als drei Holzkistenminen detonierten.
Einer der Soldaten verlor dabei beide Beine, der andere eines, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mitteilte. Die Untersuchungen der Splitter und des Explosionsstoffs zeigten, dass die Minen aus Nordkorea stammten, hieß es.
Das UNC schloss aus, dass es sich um Minen gehandelt haben könnte, die schon vor langer Zeit in der DMZ verlegt wurden.