Russland vernichtet weitere 220 Tonnen EU-Lebensmittel

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Trotz harscher Kritik aus der Bevölkerung hat Russland gestern erneut mindestens 220 Tonnen Früchte vernichtet, mit denen angeblich das vor einem Jahr verhängte Embargo für westliche Lebensmittel umgangen werden sollte.

Bagger entsorgt Lebensmittel

APA/EPA/Rosselkhoznadzor Bryansk & Smolensk Department

Rund 180 Tonnen Pfirsiche, Nektarinen und Weintrauben stammten laut Kennzeichnung aus Moldawien und der Türkei, seien in Wirklichkeit aber aus der Europäischen Union exportiert worden, teilte die Lebensmittelaufsichtsbehörde Rosselchosnadsor mit. Die Ware sei an der Grenze zu Weißrussland vom Zoll gestoppt und unverzüglich zerstört worden.

Auch Russen empört

Weitere 40 Tonnen Früchte aus Litauen seien mit gefälschten Zertifikaten aus Marokko und Ecuador unterwegs gewesen, hieß es. Russland hatte am Dienstag auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin 114 Tonnen Schweinefleisch aus Europa vernichtet. Gestern wurden 319 Tonnen weitere Lebensmittel zerstört.

In der Bevölkerung stößt das Vorgehen auf Empörung. Bis Freitag unterschrieben fast 310.000 Menschen eine Petition auf Change.org und riefen dazu auf, die Nahrungsmittel an Kriegsveteranen, Rentner, Behinderte, Großfamilien oder Opfer von Naturkatastrophen zu verteilen.