Sicherheitsupdate von Chrysler gefährlicher als Hack
Der erfolgreiche Hackangriff auf einen fahrenden Pkw hat eine breite Öffentlichkeit rund um die Welt aufschrecken lassen. Bei Sicherheitsexperten, die ein solches Szenario bereits seit Jahren prognostizieren, sorgte erst die Reaktion des Herstellers für Gänsehaut.
Bevor sich Fiat Chrysler nämlich zum Rückruf von 1,4 Millionen betroffenen Pkws entschloss, wurde den Eigentümern der Download und die Selbstinstallation eines Sicherheitsupdates angeboten.
Wie aus der wenig später wieder zurückgezogenen Webanleitung des Herstellers hervorgeht - eine Kopie liegt ORF.at vor -, wurden die Kunden aufgefordert, eine ganze Reihe von .exe- und .zip-Dateien auf ihre privaten PCs herunterzuladen und dabei alle Warnungen des Betriebssystems zu ignorieren. Dann sollten die Dateien auf einem USB-Stick installiert werden und so das „Sicherheitsupdate“ in den Bordcomputer des Wagens eingespielt werden.
Ein solches Prozedere im Jahr 2015 anzubieten, sei „hochgradig dilettantisch“ und potenziell weit gefährlicher als die Sicherheitslücke selbst, sagte Joe Pichlmayr von der österreichischen Securityfirma Ikarus gegenüber ORF.at.
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