Roter Teppich im Sindbad-Format
Ein Event, das Wien noch nie erlebt habe, ist im Vorfeld zur Weltpremiere von „Mission: Impossible - Rouge Nation“ versprochen worden. Und blickt man auf die Vorbereitungen in den Tagen vor der Weltpremiere, zeigt sich, dass in und um die Oper nur im größten Format gedacht wurde.
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Dass die Staatsoper eine Verwandlungskünstlerin der Sonderklasse ist, belegen der alljährliche Opernball und die völlige Umgestaltung des Hauses am Ring. Im Frühsommer war man Bühne für das Jazzfest - und nachdem selbst Paul Weller mit lauten Beats und Overdrive das Opernhaus nicht aus den Angeln gehoben hat, konnte es nun für eine neue Funktion herhalten: als größtes IMAX-Kino der Welt mit 1.500 Plätzen.
IMAX und Cineplexx haben die Oper in den letzten Tagen mit ihrer Spezialleinwand ausgestattet, auf der das Publikum die Weltpremiere von „M:I5“ am Donnerstag erleben kann. Mehr Aufwand, so zeigen die ersten exklusiven Bilder aus dem Inneren der Oper, geht eigentlich nicht.

IMAX
Oper im IMAX-Format: Erste exklusive Einblicke in die Staatsoper zur Weltpremiere von „M:I5“
Seit Sonntag wurde in und um die Staatsoper gewerkt und umgebaut. Das Kinderopernzelt auf dem Staatsoperndach, von dem sich Hauptdarsteller Tom Cruise bei den Dreharbeiten im vergangenen August spektakulär abgeseilt hatte, ist bereits neu bespannt und zeigt den Filmtitel auf schwarzem Untergrund. Am von TV-Moderator Steven Gätjen moderierten Premierentag werden an der Aufbaukonstruktion vor dem Haus am Ring zusätzlich LED-Wände angebracht, die den Filmtrailer und das Geschehen auf dem roten Teppich zeigen.
Superstar Tom Cruise in Wien
Der fünfte Teil von „Mission: Impossible“ feiert am Donnerstag in Wien Weltpremiere. Superstar Tom Cruise kann sich auf einigen Trubel einstellen. Das wollte er aber selbst so.
Roter Teppich mit Sonderschikanen
60 Meter ist der rote Teppich lang, der für 2.500 Fans ausgerollt wurde. Dieser schlängelt sich von der Operngasse bis vor das Opernhaus, ist erhöht, damit immer bestmöglicher Blick auf die Oper gewährleistet ist. 16 Tonnen Material wurden angeliefert, zahlreiche österreichische Firmen sind an dem Aufbau beteiligt. In der Oper selbst kommen die geladenen Gäste in den Genuss einer 17 Meter breiten und neuneinhalb Meter hohen IMAX-Leinwand.

IMAX
Neues Entree in die Oper: Blick auf den Ring vor den finalen Umbauarbeiten
Erst die Vorverlegung des Kinostarts durch die US-Produktionsfirma Paramount Pictures von Weihnachten auf den 31. Juli in den USA bzw. den 6. August in Österreich und damit in die spielfreie Zeit der Staatsoper hat die einmalige Veranstaltung überhaupt erst ermöglicht. Neben Cruise reisen auch Regisseur Christopher McQuarrie, Darsteller Simon Pegg und Rebecca Ferguson sowie die Produzenten an. Wer also mit offenen Augen durch Wien geht, kann schon vor Donnerstag einen Blick auf Cruise & Co. erhaschen.
Feuer und Explosionen vor der Oper
„Mission: Impossible 5“ vor der Staatsoper: Dreh zu den Stunts im August 2014 in Wien.
Wien hofft auf mediale Großpräsenz
Wien hofft, durch das Event mit Oper und Ringstraße in der ganzen Welt präsent zu sein. Extra eingeflogene internationale Journalisten und Fotografen will man bereits ab 17.00 Uhr auf dem roten Teppich in Position bringen, wenn dann eine Stunde später Cruise und Co. eintreffen.

APA/Photonews.at/Georges Schneider
Cruise bei Vorbereitungen zum Staatsopern-Stunt im August des Vorjahres
Positive Bilanz für heimische Wirtschaft
Österreich etabliere sich zunehmend als internationaler Filmstandort, resümierte Wirtschaftsminister und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (ÖVP) im Vorfeld der Premiere: „Das hat positive Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte und ermöglicht einen wertvollen Know-how-Transfer.“ Darüber hinaus profitierten die Tourismusbetriebe von den Werbeeffekten, so der Wirtschaftsminister.
Für das Großprojektes sind 750.000 Euro aus den Mitteln des Fördermodells Filmstandort Austria (FISA) geflossen. „Gerade das Marktsegment der internationalen Großproduktionen ist heiß umkämpft, weil auch viele andere europäische Länder Förderungen anbieten“, sagte Mitterlehner. Im Zuge der Dreharbeiten wurden rund 3,4 Millionen Euro an Ausgaben in Österreich getätigt. Somit habe ein Euro an eingesetzten Fördermitteln zu rund 4,5 Euro an zusätzlichen Ausgaben in Österreich geführt. Im Wirtschaftsministerium zitiert man Experten, die den Werbewert solcher Großprojekte auf bis zu 100 Millionen Euro beziffern.
„Noch nie Weltpremiere in dieser Größe in Wien“
„Es hat noch nie eine Weltpremiere dieser Größenordnung in Wien gegeben“, zeigte sich Film-Commission-Chefin Marijana Stoisits im Vorfeld des Events begeistert. „Dass sie hier gedreht haben, war schon großartig. Dass sie jetzt auch noch die Weltpremiere hier veranstalten, ist wirklich ein Clou und eine große Bestätigung für unsere Arbeit.“ Wenige Wochen nach dem Song Contest ziehe damit erneut ein Großevent in die Bundeshauptstadt ein, „wo wirklich nicht nur Europa, sondern die ganze Welt draufschaut. Das ist ziemlich genial, besser geht’s nicht.“
Großprojekten wie diesen liege der „wichtigste Teil“ der Arbeit der Film Commission zugrunde: Location-Touren, die (vorrangig internationalen) Filmschaffenden Drehmotive der Stadt schmackhaft machen sollen. Ein geplanter Drehort neben Staatsoper und Wiener U-Bahn fiel wegen Änderungen im Drehbuch kurzfristig weg: der neue Campus der Wiener Wirtschaftsuniversität, zu dem die Commission nun ein eigenes Showreel produzierte.
Wien als Filmkulisse
Die Wiener Ringstraße als Filmkulisse und Ort einer Weltpremiere: „Mission: Impossible“ hat die Stadt im Moment fest im Griff.
Kritik aus der heimischen Filmbranche an der finanziellen Unterstützung von Hollywood-Produktionen sieht Stoisits fehlgeleitet, würden diese doch Unsummen in der Stadt lassen - „Woman in Gold“ konkret 2,5 Mio. Euro, „Mission: Impossible 5“ vier Mio. Euro. „Und das kommt mehrfach zurück“, sagte Stoisits, die infolgedessen eine Verdoppelung der Standortförderung des Wirtschaftsministeriums für „sinnvoll“ hält, „um den Sog, den wir derzeit spüren, aufzunehmen“.
Das soll der Film bringen
In „Rogue Nation“, dem fünften Teil der „Mission: Impossible“-Actionreihe, bekommen es Ethan Hunt (Cruise) und seine Arbeitgeber von der Impossible Missions Force mit ihrem bisher gefährlichsten Gegner, der Terrororganisation The Syndicate, zu tun. Deren Mitglieder sind genauso gut ausgerüstet und trainiert wie die IMF-Agenten und haben das Ziel, die IMF zu zerstören. Regulärer Kinostart in Österreich wird der 6. August sein, für den mittlerweile auch der Ticketverkauf angelaufen ist.
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