Sieger der frankophonen Scrabble-WM kann kein Französisch
Der Neuseeländer Nigel Richards hat am Montag die frankophone Scrabble-WM im belgischen Louvain-la-Neuve gewonnen. Dabei reicht sein aktiver Sprachschatz im Französischen gerade für „Bonjour“ und die Zahlen von eins bis zehn. Unterhaltung kann er in dieser Sprache keine führen, sagte eine Freundin von Richards dem „New Zealand Herald“.
Er habe einfach das französische Wörterbuch für Scrabble auswendig gelernt - und das in neun Wochen. Seinen Finalgegner, Schelick Ilagou Rekawe aus Gabun, schlug er deutlich.

AP/Gary Wiepert
Dreifacher Weltmeister
In der Szene ist Richards freilich alles andere als ein Unbekannter: Der Profispieler Richards ist dreimaliger Weltmeister, fünffacher US-Champion und gewann den King’s Cup in Bangkok, der als größtes Scrabble-Turnier gilt, schon zwölfmal. Experten verweisen darauf, dass es auf diesem Niveau des Spiel weniger auf sprachliche Fähigkeiten als vielmehr darauf ankommt, rasch mathematische Möglichkeiten zu berechnen. Bei Scrabble müssen mit gezogenen Buchstabensteinen Wörter gebildet werden, je länger diese sind und je mehr seltener vorkommende Buchstaben sie haben, desto höher sind die erzielten Punkte.