Tote bei Krawallen in Westukraine
Mindestens drei Menschen sind in der Westukraine bei einer Schießerei zwischen Sicherheitskräften und Anhängern des ultranationalistischen Rechten Sektors getötet worden.
Präsident Petro Poroschenko ordnete an, die Ruhe in der Stadt Mukatschewe nahe der ungarischen und slowakischen Grenze wiederherzustellen. Medien berichteten heute, dass wegen des mit Militärwaffen ausgetragenen Machtkampfs Teile der Stadt evakuiert worden seien.
Regionaler Machtkampf
Bilder zeigten brennende Autos in dem Ort mehr als 1.000 Kilometer vom Kriegsgebiet Ostukraine entfernt. Der Rechte Sektor warf dem in der Region ansässigen Parlamentsabgeordneten Michail Lano vor, in den Vorkarpaten unter dem Schutz der Behörden ein Schmuggelkartell zu betreiben. Bei Schusswechseln mit Lanos Anhängern und der Polizei starben zwei Kämpfer des Rechten Sektors, wie die Organisation mitteilte. Medien berichteten zudem von einem getöteten Zivilisten.
Der Anführer des Rechten Sektors, Dimitri Jarosch, forderte die Absetzung von Innenminister Arsen Awakow. Bei dem Machtkampf in der Westukraine geht es Medien zufolge um die Sicherung von Einflusssphären. Die genauen Hintergründe waren zunächst unklar.