Krisen lassen Investoren weltweit zögern
Angesichts der vielen Krisen und konjunkturellen Unsicherheiten haben sich die Investoren im vergangenen Jahr weltweit deutlich zurückgehalten. Die ausländischen Fremdinvestitionen (FDI) fielen um 16 Prozent auf 1,23 US-Billionen Dollar (1,09 Billionen Euro), wie aus dem Weltinvestitionsbericht der UNO-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) hervorgeht.
„Die Erholung der Weltwirtschaft seit der Finanzkrise ist holprig“, sagte ein UNCTAD-Sprecher gestern in Genf. Trotz des generellen Rückgangs verbuchten die Entwicklungsländer laut Bericht mit 681 Milliarden Dollar (plus zwei Prozent) an Investitionen ihr bisher bestes Ergebnis.

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/UNCTAD
Die attraktivsten Zielländer für Investoren waren China (129 Mrd. Dollar) und Hongkong (103 Mrd.) sowie die USA (92 Mrd.). Bei der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong war deren Sonderrolle als Transitplatz für Geldströme nach und aus Asien ausschlaggebend.
Unter den Top-20-Ländern bei Direktinvestitionen musste Russland den größten Rückgang im Jahresvergleich hinnehmen. Statt 69 Milliarden Dollar (2013) flossen nur noch 21 Milliarden Dollar dorthin.