Bulgarien lehnt EU-Regelung für Flüchtlinge ab

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Bulgarien möchte als ärmstes EU-Land weniger Flüchtlinge aufnehmen als von der Europäischen Union (EU) vorgesehen. Die Quoten sollten für Länder wie Bulgarien, die an der EU-Außengrenze erste Anlaufstelle für Migranten sind, bedeutend geringer ausfallen, teilte die bulgarische Regierung gestern in Sofia mit.

Die EU-Kommission will innerhalb von zwei Jahren insgesamt 40.000 Flüchtlinge von Italien und Griechenland per Quote auf andere EU-Staaten umverteilen. Das an die Türkei grenzende Balkanland Bulgarien soll nach diesen Plänen insgesamt 788 Flüchtlinge aus Krisengebieten aufnehmen.

Die EU-Kommission wird Bulgarien mit 4,1 Millionen Euro unterstützen, damit die Lebensbedingungen für Flüchtlinge besser werden, wie die zuständige staatliche Agentur mitteilte. Internationale Organisationen kritisierten die miserablen Zustände in den bulgarischen Aufnahmezentren immer wieder.