IS-Kämpfer angeblich von syrischen Rebellen enthauptet
Syrische Rebellen haben nach heftigen Kämpfen in der Region von Aleppo laut Angaben von Aktivisten drei Dschihadisten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) enthauptet. Wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte heute mitteilte, kamen bei den Gefechten zwischen Regimegegnern und IS-Extremisten insgesamt 22 Kämpfer auf beiden Seiten ums Leben.
Enthauptungen gehören eigentlich zur Kriegstaktik der IS-Miliz. In der Region von Aleppo kämpfen die Dschihadisten unter anderem auch gegen islamistische Rebellengruppen sowie gegen die Al-Nusra-Front, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbunden ist. Neben den Kämpfen um Aleppo startete der IS außerdem eine Offensive auf die nördliche Provinzhauptstadt Hassake.
IS-Vormarsch auch in Libyen
Der IS hat zudem eine weitere Stadt in Libyen eingenommen. Eine entsprechende Mitteilung der Islamisten von gestern deckte sich mit Angaben aus Militärkreisen. Der IS soll in Harwa eingerückt sein. Die Stadt liegt östlich des Orts Sirte, den die Gruppe in den vergangenen Wochen schrittweise erobert hatte. Der IS nutzt die chaotischen Zustände in Libyen, das zwischen zwei konkurrierenden Regierungen geteilt ist, aus.
Die Islamisten eroberten große Teile des Irak und Syriens und riefen dort ein Kalifat aus, eine besondere Form eines islamischen Gottesstaates. Nach jüngsten Aussagen der australischen Außenministerin Julie Bishop setzt der IS inzwischen Chlor als Chemiewaffe ein und versucht derzeit außerdem, sich Wissen und Infrastruktur für einen ausgedehnten Einsatz - international geächteter - C-Waffen anzueignen.