Mehr als 60 Tote bei Erdrutsch in Kolumbien

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In Kolumbien sind bei einem Erdrutsch in den Bergen mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 40 Menschen seien bei der Katastrophe gestern in der La-Liboriana-Schlucht im Nordwesten des Landes verletzt worden, teilte die Polizei in Salgar im Distrikt Antioquia mit. Erdmassen seien einen Abhang hinuntergerutscht, aufgestautes Wasser habe eine Lawine ausgelöst.

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In Kolumbien sind bei einem Erdrutsch in den Bergen Dutzende Menschen ums Leben gekommen.
(iptv.ORF.at)

„Wir wissen nicht, wie viele Menschen noch verschollen sind“, sagte Staatschef Juan Manuel Santos nach einem Flug über das betroffene Gebiet. Santos erklärte den Notstand. Retter konnten 37 Menschen verletzt bergen, teilte der Katastrophenschutz mit.

Suche nach Verschütteten

Zahlreiche Menschen wurden vermisst. Rettungsteams suchten mit Hunden nach Verschütteten. Einwohner wühlten mit bloßen Händen in Geröll und Schlamm nach Angehörigen und Nachbarn. Auf Bildern der Luftwaffe und in Fernsehaufnahmen waren Straßen und Häuser zu sehen, die unter den Erdmassen verschüttet waren.

Starke Regenfälle hatten den Liboriana-Fluss in einer Schlucht stark anschwellen lassen. Die Schlammwelle überraschte die meisten Bewohner in der Früh im Schlaf. Sie habe alle Häuser auf der Länge von zehn Kilometern am Flussufer zerstört, sagte die Bürgermeisterin der Bezirksstadt Salgar, Olga Osorio Garcia. Es werden 40 Kilometer des Flusslaufs nach Opfern abgesucht. Zudem wurde die Wasser- und Stromversorgung der knapp 20.000 Einwohner von Salgar unterbrochen.