Referendum über Gebietsreform in Osaka gescheitert
In Japans Millionenstadt Osaka ist heute ein Referendum über eine Gebietsreform knapp gescheitert, mit der die Stadt den Initiatoren zufolge aus dem Schatten der Hauptstadt Tokio treten sollte. Mehr als 705.000 Einwohner lehnten die Reform ab, knapp 695.000 stimmten dafür, wie die Wahlkommission mitteilte. Osakas Bürgermeister Toru Hashimoto kündigte an, nicht erneut zu kandidieren.
Mit der Reform sollten die 24 Stadtbezirke zu fünf „Sonderbezirken“ zusammengelegt werden. Hashimoto erhoffte sich dadurch Einsparungen bei der Verwaltung sowie ein stärkeres Markenprofil, das mehr Investoren in das ehemalige Wirtschaftszentrum locken sollte.
Die Spezialbezirke sollten ähnlich wie die 23 Bezirke Tokios eine begrenzte Autonomie erhalten und ihre bauliche Entwicklung und Finanzierung selber bestimmen können. Die Stadtverwaltung wäre dann nur noch für öffentliche Dienstleistungen zuständig gewesen.