Al-Nusra-Front stößt im Nordwesten Syriens vor
Die Al-Nusra-Front und verbündete dschihadistische Rebellengruppen sind im Nordwesten Syriens auf die strategisch wichtige Stadt Dschisr al-Schugur vorgerückt.
Die Dschihadisten hätten seit Beginn der Offensive gestern vier Kontrollposten an den Zugängen der Stadt in der Provinz Idlib erobert, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechteheute mit.
Es gebe heftige Gefechte um drei weitere Straßensperren. Die syrische Luftwaffe habe allein heute 34 Angriffe auf die Rebellen geflogen.
15 Attentäter mit Sprengstoffwesten
Nach Angaben der Beobachtungsstelle wurden bei den Kämpfen 13 Rebellen und zehn Soldaten getötet. Die Al-Nusra-Front habe mehrere Selbstmordanschläge verübt und 15 Attentäter mit Sprengstoffwesten in die Stadt geschickt. Der syrische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida schrieb im Internet, er werde Dschisr al-Schugur von den Regierungstruppen „reinigen“. Die Beobachtungsstelle berichtete, die Armee sei infolge der Offensive am „Taumeln“.
Die Dschihadisten hatten kürzlich die Provinzhauptstadt Idlib eingenommen, woraufhin sich die Regierungstruppen nach Dschisr al-Schugur zurückzogen. Würden die Rebellen die Stadt erobern, könnten sie weiter Richtung Latakia vordringen, der Heimatregion von Präsident Baschar al-Assad.